Öffnet in einem neuen Tab
Frühe Warnsignale erkennen

Gartner: KI soll Wohlbefinden von Beschäftigten stärken

Weniger als 35 Prozent der Beschäftigten berichten laut Gartner von gutem Wohlbefinden. 47 Prozent leisten Widerstand gegen den KI-Einsatz.

Gartner: KI soll Wohlbefinden von Beschäftigten stärken

Weniger als 35 Prozent der Beschäftigten berichten von einem insgesamt guten Wohlbefinden. Das zeigt eine Umfrage des Marktforschungsunternehmens Gartner unter 11.838 Beschäftigten aus dem ersten Quartal 2026. Viele Befragte halten KI zwar für gut für ihr Unternehmen, sind aber weniger überzeugt, dass sie auch ihnen selbst nützt. 47 Prozent der Beschäftigten, die KI bei der Arbeit nutzen sollen, geben an, sich gegen die Einführung zu sträuben.

Vorgestellt hat die Ergebnisse Nicole Paripurana, Senior Principal Analyst bei Gartner, auf der Gartner HR Symposium/Xpo in London.

„Auch wenn KI oft mit Effizienz und Automatisierung in Verbindung gebracht wird, können Unternehmen sie ebenso nutzen, um die menschliche Seite der Arbeit zu unterstützen.“
Nicole Paripurana, Senior Principal Analyst bei Gartner

Frühe Warnsignale erkennen

Gartner nennt drei Ansatzpunkte. KI soll Muster erkennen, die auf aufkommende Belastungen einzelner Beschäftigter hinweisen. Gartner nennt häufige Wechsel zwischen Aufgaben, Anzeichen von Ausgrenzung, Veränderungen im Ton der Kommunikation sowie Hinweise auf nachlassendes Engagement. Beschäftigte sollen so frühzeitig auf Risiken wie Burnout aufmerksam gemacht werden. Unternehmen könnten damit über regelmäßige Mitarbeiterbefragungen hinausgehen.

Anzeige

Risiken am Arbeitsplatz eindämmen

Zudem soll KI Unternehmen helfen, Anzeichen für Burnout, übermäßige Arbeitsbelastung, toxisches Verhalten, Voreingenommenheit und Grenzüberschreitungen zu erkennen und früher darauf zu reagieren.

Unterstützung individuell anpassen

Als dritten Punkt nennt Gartner die Personalisierung. KI soll erfassen, welche Formen der Unterstützung, Erholung und Zusammenarbeit einzelne Beschäftigte bevorzugen. Als Beispiele nennt Gartner die individuelle Toleranz für Meetings, bevorzugte Formen des Austauschs, eine freiwillige Erfassung von Stresssignalen und personalisierte Hinweise.

In Deutschland unterliegt die Einführung technischer Systeme, die Verhalten oder Leistung von Beschäftigten überwachen können, der Mitbestimmung durch den Betriebsrat. Hinzu kommen die Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung.

(red)

Anzeige
Anzeige