Laut einer neuen McAfee-Studie haben 72 Prozent der Deutschen bereits Erfahrungen mit Online-Betrug gemacht, 12 Prozent davon mit Krypto-Anlagebetrug.
Für die im November 2025 durchgeführte Studie befragte McAfee 7.592 Erwachsene in sieben Ländern, darunter Deutschland. 65 Prozent der Befragten gaben an, bereits über E-Mail mit Krypto-Anlagebetrug in Kontakt gekommen zu sein, ein Drittel über soziale Netzwerke. Fast die Hälfte der Deutschen (49 Prozent) berichtet zudem von einer wahrgenommenen Zunahme von Online-Betrugsfällen im vergangenen Jahr. Wie hoch die finanziellen Folgen ausfallen können, zeigt ein aktueller Fall aus Bayern, bei dem eine 56-jährige Frau aus der Oberpfalz mehr als 100.000 Euro verlor.
Besonders betroffen ist laut der Studie die junge Generation: Weniger als die Hälfte der Generation Z (45 Prozent) erkennt unrealistisch hohe Renditeversprechen direkt als Täuschungsversuch. Eine ergänzende globale Erhebung von McAfee zeigt zudem, dass jüngere Erwachsene deutlich häufiger wiederholt Opfer von Betrugsmaschen werden: 30 Prozent der 25- bis 34-Jährigen und 28 Prozent der 18- bis 24-Jährigen berichten von mehrfachen Vorfällen, gegenüber nur 11 Prozent bei den 55- bis 64-Jährigen.
Warnsignale und Schutzmaßnahmen gegen Krypto-Anlagebetrug
McAfee rät dazu, bei angeblich garantierten Renditen ohne Risiko grundsätzlich misstrauisch zu sein, sich nicht durch künstlichen Zeitdruck zu unaufgeforderten Überweisungen drängen zu lassen und die Zulassung eines Anbieters vor jeder Investition über die offizielle BaFin-Unternehmensdatenbank zu prüfen. Zusätzlich gilt die Aufforderung zur Zahlung per Überweisung, Geschenkkarte oder Kryptowährung als typisches Warnsignal, ebenso unaufgeforderte Kontaktaufnahmen mit Links oder Telefonnummern über E-Mail, SMS oder soziale Medien.
(McAfee/red)