Intel baut Stellen in der Sparte für Rechenzentren und KI ab. Das Unternehmen versichert jedoch, dass die Produktfahrpläne davon unberührt bleiben.
Der Halbleiterhersteller Intel hat eine weitere Welle des Personalabbaus eingeleitet, die speziell die Data Center and AI Group betrifft. Diese Sparte ist für Serverprozessoren, spezialisierte KI-Chips und Technologien für Rechenzentren zuständig. Die Maßnahmen sind Teil einer Neuausrichtung unter CEO Lip-Bu Tan, der bei seinem Amtsantritt eine Verringerung der weltweiten Belegschaft um etwa 15 Prozent angekündigt hatte. Eine genaue Anzahl der betroffenen Mitarbeiter in der Sparte nannte das Unternehmen nicht. Ein Sprecher von Intel sagte:
„Als Teil unserer umfassenderen Strategie, ein fokussierteres und effizienteres Unternehmen zu werden, richtet unsere Data Center Group ihre Organisation so aus, dass sie über die richtigen Rollen und Fähigkeiten verfügt, um das Geschäft für langfristigen Erfolg zu positionieren.“
Intel-Sprecher
Unverändertes Festhalten an Produktfahrplänen
Trotz des Stellenabbaus im Bereich der Hardware für Cloud-Computing und künstliche Intelligenz betonte das Unternehmen, dass die Umstrukturierung keine Auswirkungen auf die Fertigung haben werde. Intel bleibe seinen Zusagen und den festgelegten Produktfahrplänen verpflichtet. Die Personalmaßnahmen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem die weltweite Nachfrage nach Hardware für Rechenzentren und KI-Anwendungen, darunter CPUs und spezialisierte Beschleuniger, hoch ist. Im ersten Quartal 2026 erzielte der Geschäftsbereich Data Center and AI einen Umsatz von 5,05 Milliarden US-Dollar, was einem Zuwachs von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Personalabbau im Kontext der Branchenentwicklung
Der Stellenabbau bei Intel fügt sich in eine breitere Entwicklung in der Technologiebranche ein. Nach Daten der Plattform Layoffs.fyi wurden im Jahr 2026 bisher über 120.000 Mitarbeiter bei mehr als 230 Technologieunternehmen entlassen. So kündigte unter anderem Microsoft den Abbau tausender Stellen an. Branchenberichte zeigen, dass ein Teil der Restrukturierungen in der US-Technologiebranche mit betrieblichen Anpassungen im Zuge des verstärkten Einsatzes von künstlicher Intelligenz zusammenhängt.
(red)