SpaceX prüft die Entwicklung eines Mobilgeräts, das direkt an die Starlink-Satellitenkonstellation angebunden wäre. Das berichtet Reuters unter Berufung auf drei informierte Personen.
Das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk habe diese Pläne bereits seit Jahren in der Schublade, berichten drei mit den Vorhaben vertraute Personen. Doch das Vorhaben ist alles andere als offiziell: Musk äußerte sich auf der Plattform X zu den Spekulationen in den vergangenen Wochen unterschiedlich. Zunächst bezeichnete er ein Starlink-Phone als “nicht ausgeschlossen” und beschrieb ein potenzielles Smartphone als völlig anderes Gerät, das für KI-Anwendungen optimiert wäre. Später dementierte er: “Wir entwickeln kein Telefon.” Parallel zum spekulierten Smartphone-Projekt kooperiert Starlink bereits mit T-Mobile, um Satelliteninternet direkt in bestehende Mobiltelefone zu bringen.
Starlink dominiert SpaceX-Bilanz
Die Satellitensparte entwickelt sich jedenfalls zur zentralen Einnahmequelle. Nach Angaben von zwei mit den Zahlen vertrauten Personen erzielte SpaceX 2024 rund 8 Milliarden Dollar Gewinn bei 15 bis 16 Milliarden Dollar Umsatz. Starlink steuerte zwischen 50 und 80 Prozent zum Gesamtumsatz bei.
Mit dem Erwerb von Satelliten-Frequenzspektrum von EchoStar für 19,6 Milliarden Dollar tätigte SpaceX die bisher größte Investition im Mobilfunksektor.
SpaceX betreibt mit über 9 Millionen Nutzern das weltweit größte Satellitennetzwerk. Die Konstellation umfasst 9.500 Satelliten, davon etwa 650 speziell für Direct-to-Device-Verbindungen. Das erklärte Ziel: vollständige Mobilfunkabdeckung weltweit. Die Marke “Starlink Mobile” wurde im Oktober geschützt, zudem reichte SpaceX Patente für Technologien zur Verbindung mit mobilen Kleingeräten ein.
Zusätzlich kündigte SpaceX vergangene Woche mit “Stargaze” einen neuen Service an: Die bereits auf Starlink-Satelliten installierten Manövrierkameras sollen den zunehmenden Verkehr in erdnahen Umlaufbahnen überwachen, wo es bislang keine internationalen Standards für Satelliten-Verkehrsmanagement gibt.