Nur drei Wochen nach dem Vorgänger

Google veröffentlicht Gemini 3.7 Flash mit halbiertem Einführungspreis

Gemini
Bildquelle: CKA /Shutterstock.com

Google hat Gemini 3.7 Flash nur drei Wochen nach dem Vorgänger veröffentlicht, mit halbiertem Einführungspreis bis Ende 2026.

Google bezeichnet Gemini 3.7 Flash als sein bislang „intelligentestes Arbeitspferd-Modell für Coding und Agenten“ und verweist auf spürbare Fortschritte bei mehreren Software-Engineering-Tests. Beim Benchmark FrontierCode 1.1 Main, der die Qualität produktionsreifen Codes misst, steigt der erzielte Wert laut Google von 34,4 auf 43,6 Prozent, beim Langzeit-Testverfahren DeepSWE v1.1 von 49,0 auf 65,3 Prozent. Auch bei der Weblayout-Erstellung verbessert sich das Modell nach eigenen Angaben deutlich, mit einer gestiegenen Elo-Bewertung von 1538 auf 1588 in der WebDev Arena. Bei Unternehmensautomatisierung, gemessen über den Benchmark AutomationBench, springt der Wert von 17,0 auf 30,4 Prozent.

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Google betont zugleich, das Modell reagiere in Agenten-Arbeitsabläufen flexibler auf Hindernisse, kläre Nutzerabsichten bei Bedarf gezielter und befolge Anweisungen zuverlässiger als der Vorgänger. Zusätzlich hat Google nach eigenen Angaben die Schutzmaßnahmen gegen Missbrauch in den Bereichen chemische, biologische, radiologische und nukleare Risiken sowie Cyberangriffe im Rahmen des eigenen Frontier-Safety-Rahmenwerks weiter verstärkt.

Introducing Gemini 3.7 Flash

Ergebnisse im Vergleich zu Wettbewerbsmodellen uneinheitlich

Bei einem direkten Vergleich mit Modellen anderer Anbieter zeigt sich laut den von Google selbst veröffentlichten Benchmark-Tabellen kein durchgängiger Vorsprung von Gemini 3.7 Flash. Beim Terminal-bench 2.1 erreicht Google mit 85,8 Prozent einen niedrigeren Wert als OpenAIs GPT-5.6 Terra mit 87,4 Prozent, das laut den Daten auch bei Terminal-bench 3.0 und OSWorld-2.0 vorne liegt. Bei Multimodal-Desktop- und Betriebssystemaufgaben im Test Agent’s Last Exam führt dagegen Anthropics Claude Sonnet 5 mit einer Erfolgsquote von 33,3 Prozent, gegenüber 26,3 Prozent bei Gemini 3.7 Flash. Die Ergebnisse deuten damit weniger auf ein in jeder Hinsicht überlegenes Modell hin als auf ein deutlich wettbewerbsfähigeres Angebot in einer günstigeren Preisklasse.

Einführungspreis gilt nur bis Jahresende

Bis zum 31. Dezember 2026 kostet Gemini 3.7 Flash 0,75 US-Dollar pro Million Eingabe-Tokens sowie 3,75 US-Dollar pro Million Ausgabe-Tokens, jeweils die Hälfte des ursprünglichen Preises von Gemini 3.6 Flash. Ab dem 1. Januar 2027 verdoppeln sich beide Preise auf 1,50 beziehungsweise 7,50 US-Dollar. Für Entwicklerteams, die das Modell in großem Umfang für Programmier- oder Geschäftsagenten einsetzen, bleibt damit nur ein begrenztes Zeitfenster, um zu prüfen, ob sich die von Google angegebenen Verbesserungen bei Fehlerkorrekturen und manueller Kontrolle tatsächlich in niedrigeren Gesamtbetriebskosten niederschlagen.

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Verfügbar ist das neue Modell über Google AI Studio, Android Studio, die Gemini Enterprise Agent Platform, die Gemini-Enterprise-App sowie Google Antigravity, in mehr als 160 Ländern. In der Verbraucher-App Gemini treibt das Modell zudem die Dauerhaft-aktive Agentenfunktion Spark an, die ein Abonnement von AI Pro oder Ultra voraussetzt. Der Start erfolgt, während Googles nächstes Spitzenmodell Gemini 3.5 Pro weiterhin ohne konkreten Veröffentlichungstermin bleibt, obwohl Konzernchef Sundar Pichai es bereits im Mai für den Folgemonat angekündigt hatte. Google bestätigte unterdessen, bereits am Nachfolgemodell Gemini 4 zu arbeiten.

(red)

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