Umstrukturierung bei GitLab

GitLab baut 14 Prozent der Stellen ab und verlässt 22 Länder

GitLab
Bildquelle: logoboom/Shutterstock.com

Das Softwareunternehmen GitLab entlässt im Zuge einer Neuausrichtung 14 Prozent seiner Belegschaft und reduziert seine geografische Präsenz weltweit.

Das auf DevSecOps-Software spezialisierte Technologieunternehmen GitLab Inc. hat eine weitreichende Neuausrichtung unter dem Namen Act Two angekündigt. Die Restrukturierung beinhaltet die Entlassung von rund 350 Vollzeitbeschäftigten. Dies entspricht etwa 14 Prozent der gesamten weltweiten Belegschaft, gemessen am Stand vom 31. Januar 2026. Gleichzeitig zieht sich das Unternehmen aus insgesamt 22 Ländern operativ zurück.

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Durch diese Maßnahme verringert GitLab seine geografische Mitarbeiterpräsenz um ungefähr 37 Prozent. Das Unternehmen, das seit seiner Gründung als vollständig dezentrale Organisation ohne festen Hauptsitz agiert, begründet den Länderaustritt mit der geringen Personalstärke in den betroffenen Märkten. Die Betreuung der dortigen Kunden soll künftig über ein erweitertes Partnernetzwerk abgewickelt werden.

Umstrukturierung bei GitLab bis Geschäftsjahr 2027

Für die Umsetzung der organisatorischen Veränderungen veranschlagt GitLab erhebliche finanzielle Mittel. Die Geschäftsführung rechnet mit Restrukturierungskosten vor Steuern in einer Spanne von 30 Millionen bis 35 Millionen US-Dollar. Diese Belastungen setzen sich primär aus einmaligen Abfindungen, Aufwendungen für Beendigungsleistungen von Arbeitsverhältnissen und Kosten für die Mitarbeiterbindung zusammen. Die zeitliche Verteilung der Kosten erstreckt sich über mehrere Quartale des laufenden Geschäftsjahres. Etwa 19 Millionen US-Dollar werden im laufenden zweiten Quartal des Fiskaljahres 2027 wirksam, während der verbleibende Betrag auf die folgenden drei Quartale aufgeteilt wird. Die gesamte Umstrukturierung soll bis zum Ende des Geschäftsjahres 2027 im Wesentlichen abgeschlossen sein.

„Der Plan soll dazu beitragen, das Unternehmen für den langfristigen Erfolg zu positionieren, indem seine Organisationsstruktur neu ausgerichtet wird, um die Umsetzung seiner strategischen Prioritäten zu optimieren.“

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Stellenabbau trotz solidem operativem Wachstum

Die Stellenkürzungen erfolgen trotz eines soliden operativen Wachstums im abgelaufenen ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027. GitLab konnte den Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 23 Prozent auf 264 Millionen US-Dollar steigern und übertraf damit die Prognosen der Analysten. Das bereinigte operative Ergebnis belief sich auf 38 Millionen US-Dollar bei einer operativen Marge von 14 Prozent. Angesichts dieses Quartalsergebnisses hob das Management die Umsatzprognose für das gesamte Geschäftsjahr auf eine Spanne zwischen 1,112 Milliarden und 1,118 Milliarden US-Dollar an. Der jüngste Quartalsbericht zeigt folgende Kennzahlen im Überblick:

Umsatz im ersten Quartal: 264 Millionen US-Dollar (plus 23 Prozent zum Vorjahr) Bereinigtes operatives Ergebnis: 38 Millionen US-Dollar Anzahl der Großkunden mit über 100.000 Dollar Jahresumsatz: 1.519 (plus 18 Prozent) Nettoretentionsrate: 117 Prozent Verfügungsrahmen an freien Barmitteln: 147 Millionen US-Dollar

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Strategischer Fokus auf künstliche Intelligenz und Organisationsstruktur

Der Stellenabbau ist Teil einer gezielten Transformation hin zu einem schlankeren Betriebsmodell, das stark auf Automatisierung und KI-Werkzeuge setzt. Das Unternehmen flacht seine internen Hierarchien ab, indem in bestimmten Geschäftsbereichen bis zu drei Managementebenen ersatzlos gestrichen werden. Die freiwerdenden Ressourcen aus den Einsparungen sollen direkt in die technologische Weiterentwicklung der eigenen KI-Plattform namens Duo reinvestiert werden.

GitLab baut seine R&D-Abteilung in rund 60 autonome Teams um, um die Entwicklung zu beschleunigen. Strategisch setzt das Unternehmen auf Partnerschaften mit großen Cloud-Anbietern. Hierzu zählen vertiefte Integrationen mit den Claude-Modellen von Anthropic sowie Kooperationen mit Amazon Web Services zur Nutzung von Bedrock und mit Google Cloud für die Bereitstellung von Funktionen auf Basis von Vertex AI. Zudem setzt GitLab verstärkt auf interne KI-Agenten, um administrative Abläufe innerhalb der eigenen Organisation zu automatisieren.

Autorenbild Lisa Löw

Lisa

Löw

Junior Online-Redakteurin

IT-Verlag

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