Esker erweitert seine Finanzsoftware Synergy AI um ein Agentenframework für Source-to-Pay und Order-to-Cash.
Der Softwareanbieter Esker, der sich auf Automatisierungslösungen für Finanzabteilungen spezialisiert hat, hat mit dem „Synergy Agentic Framework“ eine Erweiterung seiner bestehenden Synergy-AI-Plattform vorgestellt. Nach Angaben des Unternehmens soll die neue Ebene KI-Agenten steuerbar in bestehende Source-to-Pay- und Order-to-Cash-Prozesse einbinden, also in Abläufe rund um Einkauf und Rechnungswesen auf der einen sowie Bestellung und Zahlungseingang auf der anderen Seite. Esker setzt seine bisherige Synergy-AI-Technologie nach eigenen Angaben bereits seit Jahren zur Automatisierung von Dokumenterkennung, Datenextraktion, Abgleich und Anomalieerkennung in Finanzworkflows ein; das neue Framework soll diese Fähigkeiten um Analyse, Orchestrierung und eine begrenzte Autonomie der Agenten ergänzen.
Drei Funktionsbereiche
Das Framework gliedert sich laut Esker in drei Bereiche. Sogenannte Business Agents sollen wiederkehrende operative Aufgaben übernehmen, etwa das Erkennen von Ausnahmefällen, das Weiterleiten von Genehmigungen, die Bewertung von Kreditrisiken oder die Zuordnung von Zahlungen, während finale Entscheidungen laut Unternehmen weiterhin bei den zuständigen Mitarbeitenden liegen. Eine als „Conversational Finance“ bezeichnete Komponente soll es Nutzerinnen und Nutzern ermöglichen, Anfragen in natürlicher Sprache zu stellen und dabei automatisch mit dem passenden Workflow oder Agenten verbunden zu werden.
Laut Esker kann das System auch selbst aktiv nachfragen, etwa wenn eine Freigabe oder Bestätigung erforderlich ist. Über Schnittstellen sowie Standards wie das Model Context Protocol (MCP) und Agent-to-Agent (A2A) soll sich das Framework zudem mit unternehmensweiten KI-, ERP– und CRM-Umgebungen verbinden lassen, wobei Zugriffsrechte und resultierende Finanzaktionen laut Esker weiterhin innerhalb der eigenen Systeme geregelt bleiben.
Unternehmensangaben zu bisherigen Automatisierungsergebnissen
Esker verweist auf Angaben bestehender Kunden, die mit den bisherigen Automatisierungslösungen des Unternehmens eine mehr als 90-prozentige automatisierte Rechnungsverarbeitung, eine um über 40 Prozent verkürzte Forderungslaufzeit (Days Sales Outstanding) sowie eine mehr als dreifach schnellere Bearbeitung von Genehmigungen, Streitfällen und Bestellungen erzielt hätten.
Einordnung und Ausblick
Eric Bussy, Chief Marketing Officer und Head of Product Management bei Esker, erklärte:
„Finanzführungskräfte suchen nach vertrauenswürdigen Lösungen, die Arbeit funktionsübergreifend koordinieren und gleichzeitig die Kontrolle erhalten, statt nach einer losen Sammlung voneinander getrennter KI-Tools.“ Jean-Jacques Bérard, Chief Product and Technology Officer bei Esker, ergänzte: „Der Wert eines KI-Agenten liegt nicht allein im Modell. Er ergibt sich aus der Kombination der richtigen Intelligenz mit vertrauenswürdigem Transaktionskontext, Geschäftsregeln und einer geregelten Ausführung.“
Eric Bussy, Chief Marketing Officer und Head of Product Management bei Esker
Esker will das Synergy Agentic Framework am 8. Oktober 2026 auf der Konferenz Esker All Access in Hamburg vorstellen.
(red/Esker)