Microsoft arbeitet derzeit an der Behebung eines laufenden Exchange-Online-Ausfalls, der E-Mails von und zu externen Domains verzögert.
Das Unternehmen bestätigte den unter der Kennung EX1467029 geführten Vorfall am 4. September, nachdem Berichte über zeitweise auftretende „Server Busy“-Fehler eingegangen waren.
Microsoft erklärte in einer BleepingComputer vorliegenden Servicemeldung, das Problem betreffe Nutzer, die versuchten, E-Mail-Nachrichten von externen Domains in Exchange Online zu senden und zu empfangen. Betroffene Nutzer könnten dabei zeitweise „Server Busy“-Fehler bei mehreren Postfächern erleben. Nach Angaben von Microsoft könnten die bestehenden Anti-Spam-Schutzmechanismen die Verzögerungen bei betroffenen Konten zusätzlich verstärken. Einen konkreten Zeitplan für die vollständige Behebung nannte das Unternehmen zunächst nicht und erklärte, man untersuche den Vorfall weiterhin, um die eigentliche Ursache zu verstehen, weitere Details werde man im Laufe des Tages nachreichen.
Erste Untersuchungen hätten bereits Fälle identifiziert, in denen die Anti-Spam-Schutzmechanismen für einen Teil der Nutzer zu den Auswirkungen beitrügen, weshalb man das Verhalten sowie die Diagnosedaten des Dienstes weiter auswerte, um die zugrunde liegende Ursache besser zu verstehen und den wirksamsten Lösungsweg zu bestimmen.
Welche Regionen konkret vom aktuellen Ausfall betroffen sind oder wie viele Nutzer insgesamt Auswirkungen spüren, teilte Microsoft bislang nicht mit. Das Unternehmen stufte den Vorfall jedoch offiziell als Incident ein, eine Kategorie, die üblicherweise auf spürbare Auswirkungen für Nutzer hindeutet.
Exchange: Bereits mehrere vergleichbare Ausfälle in den vergangenen Monaten
Bereits im April hatte Microsoft einen Ausfall beheben müssen, der den Zugriff auf Postfächer und Kalender über Outlook im Web, die Outlook-Desktop-Anwendung, Exchange ActiveSync sowie weitere Verbindungsprotokolle blockierte, sowie separate, über mehrere Wochen hinweg zeitweise auftretende Postfachzugriffsprobleme bei Outlook Mobile und macOS.
Im Juni behob das Unternehmen zudem ein vergleichbares Problem, das den E-Mail-Verkehr für Kunden in Nordamerika, im asiatisch-pazifischen Raum sowie in Europa beeinträchtigte. Erst am vergangenen Donnerstag hatte Microsoft zudem einen umfangreichen Ausfall entschärft, der bei Microsoft-365-Kunden Authentifizierungsprobleme, Verbindungsstörungen sowie Verzögerungen und komplette Ausfälle des Dienstes verursacht hatte.
(red)