Fehlende Nutzerfreundlichkeit

De-Mail steht vor dem Aus

Die De-Mail sollte ursprünglich die digitale Kommunikation mit staatlichen Behörden erleichtern. Doch das Instrument wurde kaum genutzt – und steht deshalb vor dem Aus.

Nach 15 Jahren hat der Bundestag das Ende der staatlichen De-Mail beschlossen. Zur Begründung wurde auf hohe Betriebskosten und aufwändige Prüfverfahren verwiesen. Wenn der Bundesrat dem Gesetz ebenfalls zustimmt, wird das gescheiterte Projekt zum Jahresende beerdigt.

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Die im Jahr 2011 gestartete De-Mail war als sichere und rechtlich verbindliche Alternative zur herkömmlichen E-Mail gedacht. Damit sollte man – etwa beim Kontakt mit staatlichen Behörden – nachweisen können, dass bestimmte Nachrichten oder Dokumente tatsächlich verschickt wurden.

Wegen fehlender Nutzerfreundlichkeit wurden De-Mails allerdings kaum genutzt. Deshalb ist die Bundesverwaltung bereits seit 2024 nicht mehr zur Verwendung dieser Technologie verpflichtet. Beteiligte Unternehmen wie die Telekom waren schon vor Jahren aus dem Projekt ausgestiegen.

dpa

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