NAND-Flash

YMTC hebt Preise an und erwartet Knappheit bis 2029

Der chinesische NAND-Hersteller YMTC hat laut einem Mitarbeiter die Preise erhöht. Er rechnet mit drei weiteren Jahren Speicherknappheit.

YMTC hebt Preise an und erwartet Knappheit bis 2029
Bildquelle: Poetra.RH/Shutterstock.com

Der chinesische Speicherhersteller Yangtze Memory Technologies (YMTC) hat die Preise für seine Speicherchips erhöht und Produktionskapazität auf Produkte mit höheren Margen verlagert. Das sagte ein Mitarbeiter des Unternehmens, der anonym bleiben wollte, dem Magazin The Wire China. Nach seinen Angaben erwartet YMTC, dass die weltweite Speicherknappheit noch drei Jahre anhält, also etwa bis Ende 2029. Eine offizielle Prognose des Unternehmens ist das nicht. Der Mitarbeiter bezog sich zudem allgemein auf Speicher und nicht ausdrücklich auf NAND-Flash.

Drittgrößter NAND-Lieferant

YMTC lag im zweiten Quartal 2026 laut Counterpoint Research mit einem Anteil von 14 Prozent auf Platz drei bei den weltweiten NAND-Auslieferungen. Gegenüber Investoren hat das Unternehmen angekündigt, bis Ende 2027 Samsung und SK hynix überholen zu wollen. Zur Finanzierung des Ausbaus bereitet YMTC einen Börsengang in Shanghai mit einem Volumen von rund 33 Milliarden Yuan vor, umgerechnet etwa 4,9 Milliarden US-Dollar.

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Abweichende Prognosen

Die Einschätzung weicht von der des Marktforschungsunternehmens TrendForce ab. Es erwartet, dass sich Angebot und Nachfrage bei NAND-Flash in der zweiten Jahreshälfte 2027 ausgleichen, unter anderem weil chinesische Hersteller ihre Produktion deutlich ausweiten. Micron-CEO Sanjay Mehrotra hatte dagegen erklärt, er sehe derzeit nicht, wann sich Angebot und Nachfrage wieder angleichen.

Hintergrund der Knappheit ist die hohe Nachfrage aus KI-Rechenzentren. Die großen Speicherhersteller haben ihre Lieferungen in den vergangenen Monaten verstärkt auf diesen Bereich ausgerichtet. Das hat die Preise für Arbeitsspeicher und SSDs in Endgeräten deutlich steigen lassen.

(red)

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