Open Source statt Microsoft

Bund macht ODF zur Pflicht, Word bleibt außen vor

Word
Bildquelle: Wachiwit/Shutterstock.com

Das Bundesministerium für Digitales und Modernisierung hat einen Rahmen für eine einheitliche IT-Umgebung in der öffentlichen Verwaltung veröffentlicht.

Darin ist festgelegt, dass behördliche Dokumente künftig nur noch im Open Document Format (ODF) ausgetauscht werden dürfen. ODF ist ein international standardisiertes Format, das unter anderem von LibreOffice unterstützt wird, der Office-Suite der gemeinnützigen Document Foundation aus Deutschland. Hintergrund der Entscheidung ist der Wunsch nach langfristiger Dokumentenzugänglichkeit unabhängig von kommerziellen Softwareanbietern.

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Microsoft betont zwar, dass Word ODF-Dateien öffnen und speichern kann. Allerdings kommt es dabei regelmäßig zu Formatierungsabweichungen, und nicht alle Word-eigenen Funktionen stehen im ODF-Format zur Verfügung.

Die Vorgabe ist eingebettet in die sogenannte Deutschland-Stack-Strategie, mit der die Bundesregierung ihre digitale Souveränität ausbauen will. Dazu gehört neben dem verstärkten Einsatz von Open-Source-Software auch die Speicherung von Daten in nationalen oder europäischen Infrastrukturen.

Schleswig-Holstein meldete 2025, dass bereits 80 Prozent der Arbeitsplätze in der Landesverwaltung auf Open-Source-Alternativen zu Microsoft-Produkten umgestellt worden seien. Ähnliche Bestrebungen gibt es in Frankreich, Österreich und den Niederlanden. Die französische Regierung schreibt Beamten inzwischen vor, den Videodienst Zoom durch die lokale Alternative Visio zu ersetzen.

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Lars

Becker

Stellvertretender Chefredakteur

IT Verlag GmbH

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