Black Friday – Freude auf der einen, Betrugsangst auf der anderen Seite

Jahr für Jahr am Black Friday locken Rabatte von bis zu 70 Prozent die Schnäppchenjäger*innen, beim Online-Shopping mächtig zuzuschlagen.

Den Erhebungen von Statista zufolge wurden im vergangenen Jahr deutschlandweit alleine an diesem Tag rund 5 Milliarden Euro umgesetzt – doppelt so viel wie noch 2018, als sich der Black Friday auch schon größter Beliebtheit erfreute. Insbesondere Elektronikprodukte haben es Shopper*innen angetan. Doch während 62 Prozent der Verbraucher bei TVs, Smartphones und Computern Ende November auf günstige Preise hoffen, rechnen Betrüger*innen wieder mit äußerst günstigen Gelegenheiten, lukrative Angriffe zu lancieren.

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Allerdings spekulieren die Cyberkriminellen weniger auf Rabatte. Vielmehr steigt die Zahl der Betrugsversuche am voraussichtlich umsatzstärksten Tag des Jahres, da man zu dieser Zeit davon ausgehen kann, dass sowohl die Geschäftsprozesse als auch die Logistik der Online-Händler außerordentlich hoch belastet sind. Dementsprechend groß ist die Gefahr, dass die Bestellungen der Betrüger*innen unter dem hohen Aufkommen regulärer Transaktionen ohne eine gute Betrugsprävention unentdeckt bleiben.

Eine erhöhte Gefahr geht an diesem Tag von Betrugsarten aus, welche im E-Commerce tagtäglich zu beobachten sind – wie der Einkauf mit geknackten Accounts oder mit gestohlenen Zahlungsinformationen. Von besonderem Interesse dürfte für die Cyberkriminellen in diesem Jahr aber der Retouren-Betrug sein. So versuchen sie alles daransetzen, eine Kaufpreiserstattung zu erzielen, während sie die Ware zurückhalten. Das Schema ist simpel: Sie fordern mit der Begründung ihr Geld zurück, die Ware sei auf dem Versandweg verloren gegangen, einer der bestellten Artikel habe gefehlt oder sei defekt angekommen. Die Rücksendung von falschen Artikeln ist ebenfalls eine gängige Masche der Betrüger*innen. Doch auch eine gezielte Manipulation von Rückversand-Labels, um die Logistik-Prozesse der Händler so zu manipulieren, dass die Rücksendung auf dem Versandweg verloren geht oder im System der Anbieter fälschlicherweise als zugestellt deklariert wird, ist aktuell viel gesehen. Dies bedeutet, dass neben der Überprüfung von Transaktionen und Zahlungen in diesem Jahr auch ein besonderes Augenmerk auf die Logistikprozesse gelegt werden sollte, da die Betrüger*innen hier gezielt nach Schwachstellen suchen werden.

Wie also können Händler die Gefahr, Opfer von Online-Betrug zu werden, eindämmen, sodass sowohl ihre Systeme als auch die Daten ihrer Kunden*innen geschützt bleiben?

  1. Eine effektive Betrugsprävention ist ohne eine durchdachte Datenerhebung im Bestellprozess nicht möglich. Empfehlenswert ist außerdem, die Kundeninformationen mittels externer Datenquellen, wie Auskunfteien oder Validierungsservices, aufzuwerten.
  2. Smarte Systeme sind in der Lage, betrügerische Transaktionen zu verhindern, bevor größerer Schaden entsteht, der dem Händler finanzielle Einbußen bringt oder seine Reputation gefährdet. Diese Systeme sind in der Lage, Betrugswahrscheinlichkeiten mit Hilfe von Regelwerken, Scoringmodellen und Machine Learning zu prognostizieren.
  3. Wenn legitime Kunden plötzlich ein ungewöhnliches Verhalten an den Tag legen, besteht die Möglichkeit, dass ihre Konten gekapert wurden. Betrugspräventionsexpert*innen arbeiten mit einer fundierten Datenbasis, um neue Betrugsmuster zu erkennen und in Grenzfällen die richtigen Entscheidungen zu treffen

www.riskident.com

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