Bitcoin fällt weiter: tiefster Stand seit Dezember 2020

Update So, 19.06.2022, 15:37Uhr

Die Kryptowährung Bitcoin ist auch am Sonntag weiter unter Druck geblieben. Die älteste und größte Digitalwährung erholte sich zwar leicht vom zwischenzeitlichen Sturz am Wochenende unter die Marke von 18 000 US-Dollar. Am Sonntag notierte sie auf der Handelsplattform Bitfinex zuletzt bei 19 366 US-Dollar (18 450 Euro) und damit weiter unter der runden Marke von 20 000 Dollar. Am Vortag war der Kurs erstmals seit Ende 2020 wieder unter diese Marke gefallen.

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Auch andere Kryptowährungen wie Ether sackten am Wochenende noch einmal ab, obwohl es schon seit geraumer Zeit spürbar nach unten geht mit den Kursen. Der Bitcoin hat allein in diesem Jahr gegenüber dem Dollar fast 60 Prozent verloren, bei Ether stehen sogar gut 70 Prozent Minus zu Buche.

dpa

Update Di, 14.06.2022, 10:19Uhr

Die Talfahrt von Bitcoin und vielen anderen Kryptowerten geht weiter. Am Dienstag fiel der Kurs der nach Marktwert größten Digitalwährung in Richtung der Marke von 20 000 Dollar.

Im Tief wurden auf der Handelsplattform Bitfinex rund 20 860 Dollar markiert. Das ist der tiefste Stand seit eineinhalb Jahren. Im Vergleich zum Vortag brach der Kurs um gut zehn Prozent ein. Das Rekordhoch wurde mit etwa 69 000 Dollar im November erreicht.

Die Nummer 2 auf dem Markt, Ether, fiel bis auf 1078 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Anfang 2021. Der Wert aller rund 19 800 Digitalwährungen beläuft sich dem Portal Coinmarketcap zufolge zurzeit auf etwa 950 Milliarden Dollar. Vor einem halben Jahr lag die Marktkapitalisierung rund dreimal so hoch. Das zeigt, wie stark der Markt unter Druck steht.

Ausschlaggebend für den Kurssturz sind Inflations- und Zinssorgen. Wegen der Geldentwertung straffen viele Zentralbanken ihre Geldpolitik. Am Mittwoch dürfte die US-Notenbank Fed ihren Leitzins um weitere 0,5 Prozentpunkte anheben. Einige Fachleute halten sogar einen Schritt um 0,75 Punkte für denkbar. Riskante Anlagen wie Digitalwährungen werden durch die entschlossene Zinswende belastet, weil sie keine laufenden Erträge abwerfen. Festverzinsliche Wertpapiere werden dagegen lukrativer.

dpa

Mo, 13.06.2022, 6:58Uhr

Der Kurs des Bitcoin ist zum Wochenauftakt zeitweise auf den tiefsten Stand seit Dezember 2020 gefallen.

Zuletzt konnte sich der Wert der bedeutendsten und bekanntesten Digitalwährung etwas erholen, lag aber immer noch deutlich unter dem Niveau vom Sonntag. Zuletzt kostete ein Bitcoin knapp 26.000 Dollar und damit rund zweieinhalb Prozent weniger als am Wochenende, als der Kurs bereits deutlich nachgegeben hatte. Am Montag sackte der Bitcoin im frühen Handel auf der Handelsplattform Bitstamp zeitweise unter die Marke von 25.000 Dollar und damit den tiefsten Stand seit Ende 2020.

Wichtigster Grund für den Kursverlust in den vergangenen Tagen waren die am Freitagnachmittag veröffentlichten Inflationsdaten aus den USA. Diese befeuerten die Erwartung einer beschleunigten Zinswende in den Vereinigten Staaten. Seitdem verteuerte sich der US-Dollar kräftig, die Anleiherenditen zogen an und die Kurse der Aktien sackten weltweit ab. Beim Bitcoin summieren sich die Verluste seit Freitagnachmittag auf rund 13 Prozent, nachdem der Kurs der Digitalwährung zuvor wochenlang um die Marke von 30.000 Dollar gependelt hatte.

Noch bis in den November vergangenen Jahres hinein hatten Digitalwährungen trotz einer bereits hohen Inflation weiter zugelegt. Einige Marktbeobachter sahen in Bitcoin & Co. damals trotz der extrem starken Schwankungen einen Schutz gegen eine Entwertung klassischer Währungen wie den Dollar. Das Bild hat sich mittlerweile komplett gewandelt. Seit dem Rekordhoch von 69.000 Dollar im November ist der Bitcoin um mehr als 60 Prozent eingebrochen.

dpa

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