Im Rechtsstreit um Betriebsgeheimnisse beschuldigt Apple einen Ex-Mitarbeiter und OpenAI der aktiven Beweisvernichtung.
Im Rechtsstreit um den mutmaßlichen Diebstahl von Betriebsgeheimnissen hat Apple vor Gericht neue Indizien gegen OpenAI und den ehemaligen Apple-Ingenieur Chang Liu vorgelegt. Nach der Untersuchung eines alten Dienst-Laptops wirft Apple seinem früheren Mitarbeiter vor, vertrauliche Schaltpläne für Hardware-Schaltungen direkt bei seiner aktuellen Arbeit für OpenAI eingesetzt zu haben. Zudem soll Liu zusammen mit einem OpenAI-Kollegen im Juni gezielt versucht haben, digitale Spuren zu löschen, nachdem er von den Ermittlungen erfahren hatte.
Während OpenAI den Datenzugriff zuvor auf eine unzureichende Rechtemadministrative seitens Apple beim Ausscheiden von Mitarbeitern zurückgeführt hatte, widerspricht Apple dieser Darstellung. Liu habe eine zuvor unbekannte Authentifizierungslücke aktiv ausgenutzt, um sich weiterhin Zugriff auf interne Systeme zu verschaffen.
Apple: Antrag auf einstweilige Verfügung
Angesichts der neuen Erkenntnisse fordert Apple gerichtlich eine einstweilige Verfügung, um OpenAI die Weiterentwicklung von Hardware-Projekten auf Basis der betreffenden Apple-Technologien vorläufig zu untersagen. Zudem verlangt der Konzern ein beschleunigtes Beweisaufnahmeverfahren, da mittlerweile mehr als 400 ehemalige Apple-Beschäftigte zu OpenAI gewechselt sind und weitere Datenabflüsse befürchtet werden.
„Das MacBook steht für die sehr spärlichen Informationen, die die Beklagten bisher vorgelegt haben – und es zeigt, dass Apple keine Ermittlungen auf Verdacht führt, sondern dass unsere Betriebsgeheimnisse genutzt und Beweise vernichtet werden.“
Gerichtsunterlagen von Apple
(red)