Die Roboter vom Typ G2 betreuten einen Convenience Store in Shanghai und erledigten laut Berichten 1.730 Aufgaben. Belastbare Leistungsdaten fehlen.
Agibot lässt sechs Humanoide 24 Stunden im Laden arbeiten

Der chinesische Robotikhersteller Agibot hat sechs seiner humanoiden Roboter vom Typ G2 24 Stunden lang in einem geöffneten Convenience Store in Shanghai arbeiten lassen. Die Aktion im Bezirk Xuhui lief vom 2. bis 3. November und wurde unter dem Titel „Robots Never Clock Out” live übertragen. Der Laden blieb in dieser Zeit für Kunden geöffnet.
Aufgaben von Kaffee bis Kasse
Die Roboter übernahmen Tätigkeiten mit Kundenkontakt. Zwei füllten gemeinsam Regale auf, einer patrouillierte durch die Gänge, einer bereitete Kaffee zu, einer betreute Kasse und Theke für warme Speisen, ein weiterer reinigte Tische. Zudem begrüßten sie Kunden am Eingang. Der G2 ist ein humanoider Roboter auf Rädern: Ein menschenähnlicher Oberkörper mit zwei Armen und einem Kopf sitzt auf einer fahrbaren Basis. Das soll Stabilität und Ausdauer bei Arbeiten in Innenräumen verbessern.
Um zu prüfen, wie die Roboter mit unerwarteten Situationen umgehen, brachten Tester Regale durcheinander und blockierten Gänge. Laut TechSpot bestanden nicht alle sechs Roboter die Bewährungsprobe, Agibot hat Details dazu aber nicht veröffentlicht.
Keine Erfolgsquote veröffentlicht
Chinesische Medien berichten von insgesamt 1.730 erledigten Aufgaben während der Schicht. Agibot selbst hat diese Zahl auf seiner Website nicht veröffentlicht, ebenso wenig eine Erfolgsquote für die einzelnen Aufgaben oder die Kosten pro Schicht. Offen ist auch, ob die Roboter bei Geschwindigkeit und Kosten mit menschlichen Beschäftigten mithalten konnten. Ein Bericht vom Januar 2026 hatte ergeben, dass humanoide Roboter in Fabriken etwa halb so schnell arbeiteten wie Menschen.
Die 24-stündige Übertragung bietet mehr Einblick als kurze, geschnittene Vorführvideos, wie sie Hersteller humanoider Roboter häufig veröffentlichen. Convenience Stores gelten als anspruchsvolles Testfeld, da sie rund um die Uhr geöffnet sind und vielfältige, aber überschaubare Aufgaben erfordern.
Auch andere Hersteller treiben humanoide Roboter voran. Der chinesische Anbieter Unitree stellte im Oktober den Roboter H2-X für Personenschutz und Patrouillen vor, das Münchner Unternehmen Agile Robots will gemeinsam mit Nvidia im kommenden Jahr bis zu 2.000 humanoide Forschungsroboter bauen.
(red)




