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KI

Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) entwickeln im deutsch-französischen Projekt "Kaligo-based Intelligent Handwriting Teacher" (KIHT) einen intelligenten digitalen Stift, der beim Erlernen der Handschrift hilft.

Konkret geht es um die Programmierung smarter Algorithmen auf der Basis Künstlicher Intelligenz (KI). Diese soll es ermöglichen, eine Schriftspur zu rekonstruieren und Handschrift zu interpretieren. Das intelligente Lerngerät soll möglichst vielen Schülern zugutekommen.

Inertialsensorik an Bord

Das innovative Lerngerät kommt in allen wichtigen Eigenschaften einem herkömmlichen Stift gleich und lässt sich zum Schreiben auf Papier einsetzen, heißt es. Es verfügt über Inertialsensorik, die kleinste Änderungen in den drei Raumachsen erfasst und jede Position in der Folge bestimmen kann. Der smarte Stift lässt sich mit allen marktgängigen mobilen Endgeräten verbinden, beispielsweise mit einem Tablet und interagiert mit der mobilen App "Kaligo". Diese ermöglicht es, die Übungen individuell anzupassen und die Daten automatisch zu synchronisieren und zu sichern.

"Lehrkräfte und Eltern erhalten mehr Freiraum für kreative und kommunikative Aufgaben", so KIT-Forscher Jürgen Becker. Mit der Software und den Algorithmen der KI befassen sich vorwiegend die französischen Partner, L'IRISA und Learn&Go. Learn&Go hat Kaligo für das Üben von Handschrift entwickelt. Mit der Integration von geeigneten KI-Konzepten in die eingebetteten Systeme beschäftigen sich vor allem die deutschen Partner, das KIT und der Schreibgerätehersteller STABILO International. Das KIT koordiniert das Projekt.

Miniaturisierte Hardware

Ziel des Projekts ist es, die Online-Rekonstruktion der Stiftspur aus den Sensordaten zu ermöglichen und eine effiziente und miniaturisierende Hardware zu entwickeln, die mit allen marktgängigen mobilen Endgeräten interagieren kann. Zum Abschluss von KIHT ist ein Praxistest mit einer Demonstrationsanlage geplant. Teamleiterin Tanja Harbaum: "In diesem Verbundprojekt bündeln hochrangige internationale Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft ihre Kompetenzen, um nicht nur die aktuelle Forschung voranzubringen, sondern auch ein innovatives Produkt bereitzustellen, das vielen Kindern zugutekommen kann."

www.pressetext.com


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