Laufwerk C: gesperrt

Fehlerhafte Samsung-Software legt Windows-11-PCs lahm

Galaxy Book
Bildquelle: Cineberg/Shutterstock.com

Vorinstallierte Software von Samsung sorgt für Windows-User auf Galaxy Books und Samsung-Desktops für massive Probleme.

Microsoft hat derzeit einen schweren Stand. Wenn Windows Ärger macht, zeigen die Finger fast immer Richtung Redmond. Im aktuellen Fall ist das allerdings falsch: Samsung hat sich das Problem selbst eingebrockt.

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Was passiert auf betroffenen Rechnern?

Nutzer von Samsung-Laptops und -Desktops berichten seit etwa Mitte Februar, dass ihr Rechner plötzlich den Zugriff auf das Laufwerk C: verweigert. Statt des gewohnten Dateimanagers erscheint nur eine knappe Zugriffsverweigerung. Da praktisch alle Programme auf diesem Laufwerk liegen, lässt sich so gut wie nichts mehr starten. Auch der Fingerabdrucksensor funktioniert bei einigen Betroffenen nicht mehr.

Weil kurz darauf Microsofts Patchday am 10. März stattfand und Windows 11 25H2 das Update KB5079473 erhielt, lag der Verdacht zunächst nahe, Microsoft habe etwas kaputtgepatcht. Doch erste Beschwerden in Foren tauchen bereits Wochen vorher auf, als gar kein Windows-Update ausgeliefert worden war.

Samsung-App als Ursache bestätigt

Microsoft hat das Problem gemeinsam mit Samsung analysiert. Das Ergebnis: Verantwortlich ist die App Galaxy Connect, die auf vielen Samsung-Rechnern ab Werk installiert wird. Sie dient dazu, den Bildschirminhalt auf externe Displays zu übertragen, und wird über das Samsung-eigene Softwarepaket Galaxy Book Experience mitgeliefert.

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Weil die Berechtigungen auf dem gesamten Systemlaufwerk durcheinandergeraten, lassen sich häufig auch keine Gegenmaßnahmen ergreifen. Administratorrechte erhöhen, Updates deinstallieren oder Logdateien sichern funktioniert in vielen Fällen ebenfalls nicht mehr.

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Fehlerhafte Berechtigungen ab Werk

Die Ursache scheint komplexer zu sein als eine einzelne fehlerhafte App. Es gibt Hinweise darauf, dass bereits die Firmware einiger Samsung-Geräte problematische Berechtigungsdaten für das Systemlaufwerk mitbringt. Solange niemand darauf zugreift, fällt das nicht auf. Sobald aber Galaxy Connect oder ein verwandter Samsung-Dienst die Berechtigungen im Stammverzeichnis von C: anfasst, kippt das System.

Microsoft hat Galaxy Connect mittlerweile aus dem eigenen Store genommen. Eine Lösung für die Probleme gibt es bis dato nicht.

Lars

Becker

Stellvertretender Chefredakteur

IT Verlag GmbH

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