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KI

Jeder fünfte Erwerbstätige arbeitet bereits mit Künstlicher Intelligenz (KI), ohne sich dessen bewusst zu sein. Das zeigt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin)  und der Technischen Universität Berlin (TU Berlin).

Für die Erhebung haben die Ökonomen Daten aus dem Sozio-oekonomischen Panel ausgewertet.

Bestehende Diskrepanz

Wurden die Teilnehmer allerdings nicht direkt nach KI gefragt, sondern ob sie in ihrem Beruf beispielsweise Funktionen wie Spracherkennung oder automatisierte Bildbearbeitung nutzen, gaben fast doppelt so viele an, dass dies täglich der Fall sei. "Es gibt eine Diskrepanz zwischen der öffentlichen Wahrnehmung von KI und dem realen Einsatz konkreter KI-basierter Systeme im Berufsleben", so Studienautor Oliver Giering von der TU Berlin.

Die verzerrte Wahrnehmung führt dem Wissenschaftler nach dazu, dass viele Arbeitnehmer, die mit Sprach-, Bild- oder Texterkennung und -verarbeitung arbeiten, gar nicht wüssten, dass es sich um KI-basierte Systeme handelt. Häufig allerdings erledigen Erwerbstätige Aufgaben, die potenziell auch von KI-basierten Systemen übernommen werden könnten, immer noch selbst. In allen untersuchten Bereichen war dies bei der Mehrheit der Erwerbstätigen der Fall.

Fehlende Automatisierung

"KI-Systeme werden aktuell nur teilweise für die Tätigkeiten eingesetzt, zu denen sie fähig wären", ergänzt Co-Autorin Alexandra Fedorets vom DIW Berlin. Häufig sei ein Einsatz der oft teuren KI-Produkte nicht wirtschaftlich. "Oft sprechen aber auch technologische, rechtliche oder arbeitspolitische Gründe gegen die Automatisierung. Bei vielen Tätigkeiten ist die Frage auch schlicht: Ist es wirklich sinnvoll, sie zu automatisieren?", unterstreicht Fedorets.

www.pressetext.com


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