Client-Management-Spezialist wächst zweistellig

Aagon profitiert von NIS2 und Security-Nachfrage

Juergen Vogler Aagon
Bildquelle: Aagon

Die Aagon GmbH aus Soest steigerte 2025 Umsatz und Kundenzahl deutlich. Neue Compliance-Anforderungen und Intune-Integration treiben das Geschäft.

Der UEM-Anbieter hat im Geschäftsjahr 2025 ein zweistelliges Umsatzwachstum von über zehn Prozent erzielt. Noch deutlicher fiel der Zuwachs bei der Kundenzahl aus: 308 Neukunden bedeuten ein Plus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Mitarbeiterzahl blieb dabei stabil.

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NIS2 und Schwachstellenmanagement als Umsatztreiber

Hauptverantwortlich für den Erfolg waren laut Aagon die gestiegenen Anforderungen an Security und Compliance. Kunden suchten verstärkt nach Lösungen für Schwachstellenmanagement, Third-Party-Patchmanagement und die Umsetzung der NIS2-Richtlinien. Die EU-Richtlinie zur Netzwerk- und Informationssicherheit zwingt viele Unternehmen, ihre IT-Sicherheitsmaßnahmen deutlich auszubauen.

Ein weiterer Erfolgsfaktor war die Integration von Microsoft Intune in die hauseigene ACMP Suite. Das neue Modul ACMP Intune Management erlaubt es Kunden, Microsofts Cloud-basierte Endpoint-Management-Lösung direkt aus der ACMP-Umgebung heraus zu steuern.

Fokus auf Unified Endpoint Management

Aagon positioniert sich im wachsenden Markt für Unified Endpoint Management (UEM). Dieser umfasst die zentrale Verwaltung unterschiedlichster Endgeräte: von klassischen PCs über Smartphones bis zu IoT-Geräten und Wearables. Verschärfte Compliance-Vorgaben und die Verbreitung von Zero-Trust-Architekturen erhöhen den Bedarf an integrierten UEM-Plattformen.

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Für 2026 plant das Unternehmen Investitionen in erweiterte Sicherheitsfeatures und die Weiterentwicklung bestehender Module. “UEM ist der Ausgangspunkt jeder Cybersicherheits-Strategie”, erklärt CEO Jürgen Vogler, der seit Oktober 2025 die Geschäfte führt. Mit souveräner Software aus Deutschland wolle man Kunden helfen, NIS2-Anforderungen abzudecken und Sicherheitsprozesse zu automatisieren.

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Channel-Ausbau mit neuem Partnerformat

Neben der Produktentwicklung will Aagon 2026 den Vertrieb über Partner ausbauen. Mit einem erweiterten Channel-Team und Formaten wie “Frag den Jürgen” sollen Vertriebspartner enger betreut werden. Das neue Format soll direkten Austausch zwischen Partnern und Geschäftsführung ermöglichen. Feedback und Wünsche fließen laut Vogler unmittelbar in die Produktplanung ein.

Premium-Partner erhalten zudem Unterstützung durch gemeinsame Marketingaktionen. Der Channel-Fokus ist nachvollziehbar: Viele mittelständische Kunden beziehen UEM-Lösungen über IT-Dienstleister und Systemhäuser.

Vogler formuliert für das laufende Jahr als Ziele “sinnvolles Wachstum” und optimierte interne Prozesse. Nach drei Monaten im Amt sei es für eine große Bilanz noch zu früh. Der aktuelle Wachstumskurs zeige aber, dass die Richtung stimme.

(lb/Aagon)

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