Anzeige

WhatsApp

Bildquelle: guteksk7 / Shutterstock.com

Unternehmen, die Instant-Messenger-Dienste wie Telegram oder WhatsApp in der Pandemie verstärkt zur Kommunikation mit Kunden und Mitarbeitern nutzen, gehen potenzielle Sicherheitsrisiken ein.

Danach riskieren Unternehmen, Verbände und Behörden hohe Sanktionen, wenn sie bei der internen oder externen Kommunikation die Datenschutzvorgaben verletzen, wie das Forschungszentrum Informatik (FZI) warnt.

Verstärkte Nutzung im Trend

Die Einhaltung der rechtlichen Datenschutzbestimmungen ist für Unternehmen ein relevantes Thema. Laut einer Studie des Digitalverbands BITKOM vom Mai dieses Jahres nutzen bereits zwei Drittel aller Unternehmen Messenger-Dienste für die interne und externe Kommunikation. Zum Vergleich: 2020 waren es noch 50 Prozent und 2018 erst 37 Prozent.

Ein allzu unbedachter Einsatz der praktischen Dienste kann jedoch folgenreich enden. So sieht die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) bei bestimmten Verstößen Geldbußen von bis zu 20 Mio. Euro oder vier Prozent des weltweiten Vorjahresumsatzes vor. Sanktionen in Millionenhöhe wurden tatsächlich bereits verhängt - allein im dritten Quartal 2021 waren es laut einer Erhebung von Finbold 984,47 Mio. Euro - die Londoner Finanzanalysten hatten dafür ein Spezialportal für DSGVO-Strafen ausgewertet.

Geschäftsgeheimnisse in Gefahr

Ein weiteres Risiko laut den Experten: Geschäftsgeheimnisse genießen nach neuer Rechtslage laut dem Gesetz zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen (GeschGehG) nur dann rechtlichen Schutz, wenn sie mit angemessenen Maßnahmen geschützt werden. Es liegt also im Interesse der Unternehmen, bei der Nutzung von Messenger-Diensten auch den Schutz von Geschäftsgeheimnissen konsequent zu wahren, heißt es.

Die FZI-Experten warnen auch vor der Nutzung von Angeboten, die einen Datentransfer in ein Land außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums vorsehen, für das kein sogenannter Angemessenheitsbeschluss der EU-Kommission vorliegt. Mit dem Wegfall des "Privacy Shield"-Abkommens zwischen der EU und den USA im Jahr 2020 sei auch das Weiterleiten von Daten in die Vereinigten Staaten problematisch.

www.pressetext.com


Weitere Artikel

Kryptowaehrungen

Krypto-Top-10: Bitcoin ist die klare Nummer 1

Die teils rasanten Kurssprünge bei Kryptowährungen haben die Online-Kommunikation zum Thema Bitcoin und Co. drastisch ansteigen lassen. Dies berichtet das russische Marktforschungsinstitut Brand Analytics, das eine Analyse russischsprachiger Chats auf…
10 Euro

Jeder Zweite will maximal 10 Euro in IT-Sicherheit investieren

Wer einen PC oder ein Smartphone nutzt, sollte sich auch mit dem Schutz seiner Daten auseinandersetzen. Doch wie viel ist ihnen die Sicherheit wert? Die aktuelle Umfrage "Cybersicherheit in Zahlen" von G DATA CyberDefense in Zusammenarbeit mit Statista und…
Cybercrime

Versicherungen: Der Unterschied zwischen IT- und Cyber-Gefahren

Die Risiken der digitalen Welt werden oft vereinfacht dargestellt, um sie für Laien anschaulich zu erklären – dabei geraten manche Begrifflichkeiten durcheinander. Ein weit verbreiteter Mythos lautet beispielsweise: „IT- und Cyber-Gefahren sind das Gleiche“.
KRITIS

30% aller KRITIS-Organisationen werden bis 2025 Sicherheitsverletzungen erleben

Laut dem Research- und Beratungsunternehmen Gartner werden bis 2025 30 % der Organisationen im Bereich kritische Infrastruktur von Sicherheitsvorfällen betroffen sein, die zum Stillstand eines funktions- oder unternehmenskritischen cyber-physischen Systems…
Digitaler Nachlass

Digitaler Nachlass: 4 von 10 Deutschen sorgen vor

Der Entsperr-Code des Smartphones, der Zugang zu Social-Media-Auftritten, die PIN zum Online-Banking-Login oder für Digital-Abos: Was nach dem eigenen Tod mit den digitalen Hinterlassenschaften geschehen soll, wird für die Menschen in Deutschland zunehmend…
Facebook

Presseinhalte: Corint Media will 190 Millionen Euro von Facebook

Facebook soll nach dem Willen der Verwertungsgesellschaft Corint Media für die Nutzung von Presseinhalten im nächsten Jahr einen dreistelligen Millionenbetrag an deutsche Medienhäuser zahlen. «Für die Rechte der bis jetzt vertretenen Rechteinhaber wird eine…

Anzeige

Jetzt die smarten News aus der IT-Welt abonnieren! 💌

Mit Klick auf den Button "Zum Newsletter anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.