Anzeige

iPhone 13

Bildquelle: Yalcin Sonat / Shutterstock.com

Technologieriese Apple wird wegen weltweiter Lieferengpässe bei Mikrochips bis Jahresende zehn Mio. weniger iPhones 13 produzieren als geplant, wie "Bloomberg" unter Berufung auf Insider berichtet. Ursprünglich sollten 90 Mio. Stück des neuen iPhone-Modells ausgeliefert werden.

Halbleiterhersteller Broadcom und Texas Instruments (TI) sollen Schwierigkeiten haben, genügend Komponenten für die Herstellung zu liefern.

Produktionsziele unerreichbar

"Samsung wird weniger stark betroffen sein als Apple, da der Konzern einen Teil der Komponenten hausintern selbst herstellt. Bei anderen Branchen-Playern wie Huawei, die nicht ebenso stark vertikal integriert sind, dürfte es jedoch bald zu ähnlichen Produktionsschwierigkeiten kommen", so Technologie-Experte Torsten Gerpott von der Universität Duisburg-Essen gegenüber pressetext. Auf die Preise hätten die Lieferengpässe langfristig jedoch keine starken Auswirkungen.

Nach dem "Bloomberg"-Bericht über die Lieferprobleme rutschten die Aktien von Apple im späten US-Handel um bis zu 1,6 Prozent auf 139,27 Dollar ab. Auch Broadcom und TI verloren im nachbörslichen Handel deutlich. Apple zählt zu den größten Beziehern von Mikrochips und bezieht Display-Teile von Broadcom und von TI Drahtloskomponenten. Doch auch bei anderen wichtigen Herstellern gibt es einen Mangel an Komponenten.

Eines der Hauptprobleme: Broadcom besitzt selbst keine großen Fabriken und ist auf Verträge mit Auftragsfertigern für Halbleiterprodukte, wie Taiwan Semiconductor Manifacturing (TSMC), angewiesen. TI produziert teilweise selber, ist jedoch auch von der externen Produktion abhängig. Sie alle kämpfen derzeit darum, sich Produktions-Kapazitäten bei TMSC und anderen Unternehmen zur Herstellung ihrer Produkte zu sichern.

Zwei Jahre angespannte Lage

Die Prognosen geben indes wenig Hoffnung für eine baldige Entspannung der Lage. Die großen Mikrochip-Hersteller befürchten, dass es auch in nächster Zeit zu langen Lieferzeiten kommt. "Es gibt kein kurzfristiges Rezept zur Lösung des Problems, man kann die Kapazitäten nicht aus dem Boden stampfen. Wir werden daher noch zwölf bis 24 Monate entsprechende Schwierigkeiten im Markt sehen", so Gerpott im pressetext-Gespräch. Neben der enormen Nachfrage an Halbleiterprodukten könnte auch eine Energiekrise in China das Problem verstärken, indem es die Unternehmen zur Anpassung ihrer Produktionspläne zwingt.

www.pressetext.com


Weitere Artikel

Apple

Apple will mit neuen M1-Chips PC-Markt aufrollen

Apple hat zwei neue Hochleistungs-Chipsysteme angekündigt, mit denen der Konzern seine Abkehr von Intel-Prozessoren beschleunigen will. Die am Montag in einem Videostream vorgestellten M1 Pro und M1 Max sind stark verbesserte Versionen des M1-Chips, den Apple…
Cybercrime

Cyberattacke auf IT-Dienstleister der Landeshauptstadt Schwerin

Update Di, 19.10.2021, 07:59 Uhr Nach dem Cyberangriff bleiben die Bürgerbüros im Landkreis Ludwigslust-Parchim auch am Dienstag geschlossen.
Facebook

«Metaverse»: Facebook will Tausende Jobs in Europa schaffen

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg will «eine virtuelle Umgebung schaffen, in der man mit Menschen in digitalen Räumen zusammen sein kann». Dieses «Metaverse» soll nicht mehr nur als abstrakte Utopie existieren, sondern mit tatkräftiger Unterstützung aus Europa…
Dokumentenmanagement

Nuxeo-Plattform von Hyland bei DIN im Einsatz

Das Deutsche Institut für Normung e. V. (DIN) implementiert die Nuxeo-Plattform, um die Zusammenarbeit seiner Mitarbeitenden in Deutschland bei der Bearbeitung von mehr als 5,2 Terabyte an normenbasierten Dokumenten zu verbessern. Nuxeo ist die Low-Code- und…
Android

Heimliches Datensammeln auf Android belegt

Googles mobiles Betriebssystem Android sammelt eifrig Daten seiner Besitzer und teilt diese sogar mit anderen Unternehmen wie Microsoft, LinkedIn und Facebook - insbesondere bei den europäischen Geräten von Samsung, Xiaomi, Huawei und Realme ist dies der…
Cybersecurity

Zscaler tritt der CrowdStrike CrowdXDR Alliance bei

Zscaler erweitert die Integrationen mit CrowdStrike. Durch eine der Integrationen kann Zscaler ZIA™ die Bewertung der Geräte durch CrowdStrike Falcon ZTA (Zero Trust Assessment) für die Konfiguration von Zugriffsrichtlinien nutzen.

Anzeige

Jetzt die smarten News aus der IT-Welt abonnieren! 💌

Mit Klick auf den Button "Zum Newsletter anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.