Anzeige

Facebook Corona

Quelle: rafapress / Shutterstock.com

Während der Corona-Pandemie hat das größte soziale Netzwerk Facebook als informelles Notfall-Nachrichtensystem fungiert, das Nutzern in der Krise wichtige Infos und Unterstützung anbot.

Das bestätigt eine Studie der School of Public Health (SPH) der University of Minnesota, die die Kommunikation auf Facebook während der Pandemie analysiert hat.

"Ausmaß ist gigantisch"

"Die Corona-Pandemie ist ein nationaler Stressfaktor, der uns alle betrifft. Gleichzeitig haben wir mit Facebook ein Tool zur Verfügung, das uns verbindet und uns dabei helfen kann, diese Notsituation zu meistern - das war eine noch nie dagewesene Chance für diese Seite, sich in den Dienst der guten Sache zu stellen", so SPH-Studienleiter Jude Mikal. Um zu untersuchen, inwieweit das in der Praxis auch tatsächlich funktioniert hat, hat er mit seinem Team die Kommunikation auf dem Online-Portal bereits seit den ersten Lockdown-Tagen in den USA unter die Lupe genommen.

Das Ergebnis hat selbst den Experten überrascht. "Das Ausmaß, in dem soziale Medien als Notfall-Nachrichtensystem fungiert haben, ist gigantisch", betont Mikal und ergänzt: "Schon in den ersten zwei Wochen haben die Leute Unmengen von Informationen miteinander geteilt, um sich gegenseitig zu unterstützen, aufzubauen und dabei zu helfen, ein Verständnis dafür zu entwickeln, was da eigentlich passiert und wie gefährlich das sein kann."

Kontinuierliche Veränderung

Dem Forscher zufolge hat sich die Art und Weise der Kommunikation zum Thema Corona auf Facebook während der Pandemie kontinuierlich verändert und weiterentwickelt. In den ersten Wochen wurde die Seite etwa vorrangig dafür genutzt, grundlegende Infos zu COVID-19 auszutauschen - zum Beispiel wurde erklärt, wie man sich ansteckt, wie man sich schützt und was man tun kann, um die eigenen Kinder im Lockdown zu bespaßen.

Später mischten sich dann immer öfter auch politische Ansichten und Falschinformationen in die geteilten Inhalte der User. Laut Mikal liegt eine Ursache dafür auch in der zu zögerlichen Kommunikation seitens offizieller Stellen wie dem Center for Disease Control and Prevention (CDC). "Weil das CDC zu lange gebraucht hat, um seine Informationen zu posten, gingen die Nutzer dazu über, nur bedingt zutreffende Nachrichten von weniger vertrauenswürdigen Quellen zu verbreiten", so der Forscher.

www.pressetext.com
 


Weitere Artikel

Cybercrime

Cyberattacke auf IT-Dienstleister der Landeshauptstadt Schwerin

Update Di, 19.10.2021, 07:59 Uhr Nach dem Cyberangriff bleiben die Bürgerbüros im Landkreis Ludwigslust-Parchim auch am Dienstag geschlossen.
Facebook

«Metaverse»: Facebook will Tausende Jobs in Europa schaffen

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg will «eine virtuelle Umgebung schaffen, in der man mit Menschen in digitalen Räumen zusammen sein kann». Dieses «Metaverse» soll nicht mehr nur als abstrakte Utopie existieren, sondern mit tatkräftiger Unterstützung aus Europa…
Dokumentenmanagement

Nuxeo-Plattform von Hyland bei DIN im Einsatz

Das Deutsche Institut für Normung e. V. (DIN) implementiert die Nuxeo-Plattform, um die Zusammenarbeit seiner Mitarbeitenden in Deutschland bei der Bearbeitung von mehr als 5,2 Terabyte an normenbasierten Dokumenten zu verbessern. Nuxeo ist die Low-Code- und…
Android

Heimliches Datensammeln auf Android belegt

Googles mobiles Betriebssystem Android sammelt eifrig Daten seiner Besitzer und teilt diese sogar mit anderen Unternehmen wie Microsoft, LinkedIn und Facebook - insbesondere bei den europäischen Geräten von Samsung, Xiaomi, Huawei und Realme ist dies der…
Cybersecurity

Zscaler tritt der CrowdStrike CrowdXDR Alliance bei

Zscaler erweitert die Integrationen mit CrowdStrike. Durch eine der Integrationen kann Zscaler ZIA™ die Bewertung der Geräte durch CrowdStrike Falcon ZTA (Zero Trust Assessment) für die Konfiguration von Zugriffsrichtlinien nutzen.
Authentifizierung

Kundenauthentifizierung braucht innovative Lösungen

Im Rahmen der IT-Security-Messe it-sa 2021 wurde die neue Studie „CIAM 2022“ im Auftrag vom Identitätsanbieter Auth0 in Zusammenarbeit mit IDG Research Services vorgestellt. Auth0 fasst die wichtigsten Erkenntnisse zusammen.

Anzeige

Jetzt die smarten News aus der IT-Welt abonnieren! 💌

Mit Klick auf den Button "Zum Newsletter anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.