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Rechenzentrum

Die Rechenzentrumsbranche bleibt weiterhin auf Wachstumskurs. Das belegt die aktuelle Studie von Business Critical Solutions (BCS), einem Dienstleister für die IT-Infrastruktur-Branche.

Die umfangreichste Untersuchung ihrer Art in Europa belegt, dass Bauunternehmen, Investoren und Betreiber auch nach über einem Jahr COVID-19-Pandemie eine ungebrochen starke Nachfrage konstatieren und für die Zukunft weiteres Wachstum prognostizieren. Engpässe in der Energieversorgung machen die Befragten als wichtigste Herausforderung aus, die es zu überwinden gilt, um den steigenden Bedarf zu decken.

„Unsere Studien sind verlässliche Indikatoren für die wichtigsten Trends innerhalb der Rechenzentrumsbranche“, kommentiert Dr. Alexandra Thorer, General Manager der BCS GmbH. „Insofern gibt die aktuelle Ausgabe auch Anlass zur Besorgnis. Es besteht das Risiko, dass die wachsende Nachfrage nach IT-Diensten und insbesondere rechenintensiven Anwendungen wie KI die Effizienzgewinne, die die Branche realisiert, übertreffen. Investitionen in neue Rechen-, Speicher- und Klimatechnologien sind erforderlich, damit der wachsende Bedarf gedeckt werden kann – ohne den Einfluss der Branche auf das Klima zu steigern.“

71 % der Befragten prognostizieren eine Nachfragesteigerung für Rechenzentrumsdienste im kommenden Jahr. Vor sechs Monaten zeigten sich lediglich 64 % der Befragten derart optimistisch. Aktuell gehen nur 2 % der Rechenzentrums-Experten von einer sinkenden Nachfrage in den kommenden zwölf Monaten aus. Die Betreiber von Colocation-Rechenzentren erweisen sich als die größten Optimisten der Branche. 93 % von ihnen erwarten für das kommende Jahr eine steigende Nachfrage, gefolgt von Netzwerbetreibern und Integratoren, unter denen 90 % von einem Wachstum im kommenden Jahr ausgehen. Vor sechs Monaten waren lediglich 75 % unter Letzteren derart optimistisch.

In der Branche herrscht weiterhin Einigkeit darüber, dass Engpässe in der Energieversorgung die größte Herausforderung für weiteres Wachstum darstellen. Für 85 % der Bauunternehmen und Investoren bildet eine adäquate Energieversorgung den wichtigsten Faktor für der Entscheidung, ob und wo sie in neue Rechenzentren investieren. Zudem zeigt sich, dass ein effizienterer Betrieb der Rechenzentren die gestiegene Nachfrage nicht komplett auffangen kann. Dieser Befund stimmt mit den Erwartungen der EU-Kommission überein. Diese geht davon aus, dass Rechenzentren 2030 rund 500 TWh an Elektrizität verbrauchen werden, ca. 3 % des gesamten globalen Energiebedarfs. Diese Situation erfordert Initiativen der Kommunen mit der größten Rechenzentrumsdichte, um ein nachhaltiges Wachstum sicherzustellen. Städte wie Amsterdam, Dublin und Frankfurt am Main haben bereits erste Schritte in diese Richtung unternommen.

Die Studie

Für die Studie „Technology & Power: The Energy Conundrum – Summer 2021“ wurden Experten in Unternehmen befragt, die insgesamt 4,5 Millionen Quadratmeter an Rechenzentrumsfläche in 38 europäischen Ländern besitzen, betreiben oder nutzen. Der „Summer Report 2021“ von BCS ist damit nicht nur die am längsten existierende Studienserie ihrer Art, sondern auch die umfangreichste.

www.bcs.de.com


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