Anzeige

Clubhouse

Quelle: Boumen Japet / Shutterstock.com

Die Macher der Talk-App Clubhouse hoffen, ihre Nische gegen die Frontal-Attacke mächtiger Rivalen wie Facebook und Twitter zu verteidigen.

Die Social-Media-Riesen werden bei ihren Clubhouse-Kopien oft im Vorteil gesehen, da sie auf ein Geflecht aus hunderten Millionen bereits miteinander vernetzter Nutzer bauen können. Die Erfahrung zeige jedoch, dass Nutzer in verschiedenen Anwendungssituationen - wie etwa Audio, Foto oder Text - auf unterschiedliche soziale Kreise setzten, sagte Clubhouse-Mitgründer Rohan Seth.

Soziale Verknüpfungen

Die App musste diese sozialen Verknüpfungen zwischen den Nutzern von Null auf entwickeln. Dafür riefen die Betreiber die Neuankömmlinge dazu auf, ihre Adressbücher hochzuladen, um Bekannte wiederzufinden. Während die Funktion für Kritik von Datenschützern sorgte, betonte Mitgründer und Chef Paul Davison, dass man die App auch ohne Teilen von Kontaktdaten nutzen könne.

Clubhouse ist eine Audio-App, bei der die Anwender Gesprächen wie bei einem Live-Podcast zuhören - und sich auch aktiv an Diskussionen beteiligen können. In der Corona-Pandemie entwickelte sich ein Hype rund um die Anwendung, in die man immer noch nur mit Einladung eines Mitglieds reinkommen kann. Facebook und Twitter brachten in den vergangenen Monaten ihre Talk-Apps mit sehr ähnlichen Konzepten an den Start.

Erst nur für iPhone

Clubhouse gab es dabei bis Ende Mai sogar nur auf Apples iPhone. In den ersten Wochen seit dem Start der Version für Android-Smartphones kamen sechs Millionen neue Nutzer hinzu, betonen die Gründer - und sehen damit die Einschätzung einiger Marktforscher widerlegt, dass Clubhouse schon wieder auf dem absteigenden Ast sei.

Dass bei Clubhouse - anders als bei den in Corona-Zeiten ebenfalls populärer gewordenen Videochats - nur der Ton übermittelt werde, nehme Hürden für eine authentische Unterhaltung, argumentierte Davison. «Man braucht sich keine Gedanken darüber zu machen, wie man aussieht - oder ob das Zimmer aufgeräumt ist.» Zugleich schließen er und Seth nicht grundsätzlich aus, dass irgendwann auch Video dazukommen könnte, wenn sich das Produkt in diese Richtung entwickeln sollte.

dpa


Artikel zu diesem Thema

Facebook
Jun 23, 2021

"Live Audio Rooms": Facebook startet Clubhouse Konkurrenz

Mit Live Audio Rooms hat Facebook diese Woche sein Konkurrenzprodukt zu Clubhouse in den…

Weitere Artikel

Künstliche Intelligenz

Vorbehalte gegen Künstliche Intelligenz gehen zurück

Vorbehalte gegen Künstliche Intelligenz gehen in der Bevölkerung einer Umfrage zufolge zurück.
Dr. Marc Sesterhenn

Dr. Marc Sesterhenn ist neuer Geschäftsführer Operations bei Rittal

Dr. Marc Sesterhenn (48) ist zum 1. Oktober 2021 zum Geschäftsführer Operations des führenden Schaltschrank- und Systemanbieters berufen worden. In den Geschäftsführungsbereich gehören die deutschen Produktionsstätten in Haiger, Rittershausen und Hof sowie…
Kette

Gesamte Konnektivitätskette ist Ziel von Cyberangriffen

Im aktuellen NETSCOUT Threat Intelligence Report wurden im ersten Halbjahr 2021 rund 46.000 Angriffe auf die Konnektivitätskette gemeldet.
Vision 2035 - Netzwerk für globalen Datenaustausch

Vision 2035 - Das selbstfahrende Unternehmen

Dieses Buch stellt die Vision des selbstfahrenden Unternehmens im Jahr 2035 vor, zeigt den Weg dorthin auf und illustriert diesen mit zahlreichen praxisnahen Beispielen.
Facebook

Facebook will attraktiver werden

Facebook will unter dem Konkurrenzdruck des chinesischen Rivalen Tiktok attraktiver für junge Nutzer werden. Alle Facebook-Apps bekämen das Ziel, zu besten Diensten für junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 29 Jahren zu werden, «statt für eine größere…
Chatbot

Chatbot-Apps helfen chronisch Kranken

Das französische Start-up Wefight will chronischen Patienten mittels Apps und einem darin integrierten Chatbot helfen.

Anzeige

Jetzt die smarten News aus der IT-Welt abonnieren! 💌

Mit Klick auf den Button "Zum Newsletter anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.