Anzeige

Cybersichercheit

Gemeinsam mit 37 weiteren Organisationen fordert die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) die Verabschiedung der Cybersicherheitsstrategie auf die nächste Legislatur zu vertagen.

Bereits in der vergangenen Woche kritisierte die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) in ihrer Stellungnahme zum Entwurf der Neufassung der Cybersicherheitsstrategie (CSS) den unverantwortlichen Umgang mit 0-day-Schwachstellen sowie die Schwächung von Sicherheitstechnologien zugunsten anderer Ziele als der IT-Sicherheit.

In einem gestern an die Bundesregierung verschickten offenen Brief fordern neben GI, eco-Verband, CCC, SNV, den digitalpolitischen Vereinen D64, DigiGes und LOAD auch zahlreiche weitere Unternehmen und Organisationen die geplante Ausweitung von Befugnissen für die Sicherheitsbehörden ersatzlos zu streichen oder die Verabschiedung der Strategie zu vertagen.

Prof. Dr. Hannes Federrath, GI-Präsident: „Die Cybersicherheitsstrategie sendet das falsche Signal an Wirtschaft und Bürger*innen: Digitalisierung in allen Lebensbereichen erfordert größeres Vertrauen in die Integrität der Computersysteme. Staatliche Hintertüren untergraben dies jedoch. Sollten die Schwächung von Verschlüsselung sowie der verantwortungslose Umgang mit Sicherheitslücken nicht aus dem Entwurf gestrichen werden, wäre es besser, die Verabschiedung der Strategie auf die nächste Legislatur zu vertagen.“

Von den zahlreichen problematischen Maßnahmen kritisiert die GI insbesondere den Ansatz der „Sicherheit trotz Verschlüsselung“. Dieser stellt de-facto eine schwerwiegende Schwächung von Sicherheitstechnologien zugunsten der Strafverfolgung dar. Die GI hält diesen Ansatz weder für geeignet noch für verhältnismäßig (siehe Stellungnahme). Eine Schwächung von Verschlüsselungs-Technologie würde zu einem starken Vertrauensverlust in die digitale Kommunikation führen. Sie gefährdet somit die weitere Digitalisierung von Wirtschaft und Verwaltung nachhaltig

www.gi.de


Weitere Artikel

Netflix

Netflix will in Games-Markt einsteigen

Streaming-Gigant Netflix will in den boomenden Markt für Videospiele einsteigen.
Fussball

Fußball-EM: Bot-Attacken auf Sportwetten- und Glücksspielseiten um 96 % gestiegen

Imperva, ein Unternehmen im Bereich Cybersecurity, mit dem Ziel, Daten und alle Zugriffswege auf diese zu schützen, verzeichnete in ganz Europa vor und während der Fußball-Europameisterschaft 2020 einen signifikanten Anstieg des Bot-Traffics auf Sportwetten-…
Streaming

Sportsendungen: Streaming schlägt Pay-TV

Sportsendungen im Pay-TV verlieren an Zuschauern. Die Streaming-Dienste boomen dagegen, wie die Umfrage "Sports Video Trends 2021" im Auftrag des Londoner Videoproduzenten Grabyo zeigt.
Cell Broadcast

Bitkom zur Debatte um Cell-Broadcast

Nach der Hochwasser-Katastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen wird in Deutschland die Einführung von Cell-Broadcast für den Versand von Warnnachrichten diskutiert.
Online-Shopping

Olympische Spiele – ein E-Commerce-Killer?

Wenn am Freitag der Fackellauf das Stadion in Tokio erreicht, ist es so weit: Die 32. Olympischen Sommerspiele der Neuzeit sind eröffnet und das Motto lautet erneut: „Dabei sein ist alles.“
Bargeldlos Bezahlen

Mehr Zahlungen ohne Bargeld im Euroraum

Der Trend zum Bezahlen ohne Scheine und Münzen hat in der Corona-Krise in Deutschland und im Euroraum einen weiteren Schub erhalten. Im vergangenen Jahr wurden fast 102 Milliarden Zahlungen (Vorjahr: 98 Mrd) im gemeinsamen Währungsraum bargeldlos abgewickelt,…

Anzeige

Jetzt die smarten News aus der IT-Welt abonnieren! 💌

Mit Klick auf den Button "Zum Newsletter anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.