Anzeige

Anzeige

Handschuhe

Ein schlichter gestrickter Fingerhandschuh wird zum Prüfgerät für elektromagnetische Felder. Dieses Kunststück bringen Ingenieure der Purdue University zustande.

Selbst mehrmaliges Waschen kann der Elektronik nichts anhaben, denn das Strickwerk ist mit einer hauchdünnen Hülle überzogen, die aufgesprüht wird. Sie ist wasserabstoßend und auch ein wirksames Hemmnis gegen Schmutz. Bei der Wäsche muss also lediglich die Oberfläche gereinigt werden.

Mobilfunknetz liefert die Energie

Die Purdue-Ingenieure wollen ihr Verfahren nutzen, um Geräte zur Gesundheitsüberwachung in Kleidungsstücke zu integrieren oder Systeme zur drahtlosen Kommunikation mit externen Geräten wie dem Smartphone. Eine Batterie benötigen die smarten Kleidungsstücke nicht. Sie bedienen sich der elektromagnetischen Felder, die praktisch überall vorhanden sind, beispielsweise jene, die das Mobilfunknetz erzeugt.

Auf den Kleidungsstücken ist eine nahezu unsichtbare Spule befestigt, die die externen Felder in Wechselstrom umwandelt, der von einer winzigen elektronischen Einheit in Gleichstrom verwandelt wird. Es ist das gleiche Prinzip wie das des Transformators oder des elektronischen Barcodes. Dass smarte Kleidung noch kein Renner ist, liegt daran, dass es bisher nur eingeschränkt gelungen ist, die Elektronik über mehrere Waschgänge intakt zu halten. Zudem beeinträchtigten die Schutzmaßnahmen den Tragekomfort, weil die Stoffe steifer werden und ihre Atmungsaktivität einbüßen.

Schweißband überwacht Herz

"Dank ihrer ultradünnen Beschichtung bleiben unsere smarten Klamotten so flexibel, dehnbar und atmungsaktiv wie herkömmliche Baumwoll-T-Shirts", sagt Ramses Martinez, Assistenzprofessor für biomedizinisches Engineering an der Ingenieursschule der Universität. Martinez' Team hat neben dem E-Feld-Prüfgerät bereits ein miniaturisiertes Herzüberwachungsgerät gebaut, das auf ein Schweißband genäht wurde.

"Solche tragbaren elektronischen Geräte lassen uns nicht nur an die eigentliche Aufgabe der Kleidung denken, uns warmzuhalten, sondern auch an tragbare Werkzeuge, die wir im täglichen Leben einsetzen können, unsere Gesundheit überwachen und vor Unfällen schützen", so Martinez. Er könne sich sogar vorstellen, dass die erfassten Daten an Smartphones übertragen und von einer installierten App ausgewertet werden.

 

 

www.pressetext.com


Artikel zu diesem Thema

Smartphone
Jun 04, 2021

Mehr als die Hälfte der Über-65-Jährigen nutzt kein Smartphone

Mehr als die Hälfte der Menschen über 65 Jahren in Deutschland nutzt kein Smartphone. Das…

Weitere Artikel

Erfolg

Claire Valencony wird neues Vorstandsmitglied bei Esker

Esker, Anbieter der gleichnamigen globalen Cloud-Plattform, welche die Effizienz von Finanz- und Kundendienstabteilungen sowie die unternehmensübergreifende Zusammenarbeit durch Automatisierung von Managementaufgaben stärkt, gab bekannt, dass Claire Valencony…
Hybrid Working

Ende der Homeoffice-Pflicht - das hybride Zeitalter wird eingeläutet

Die von der Regierung eingeführte Homeoffice-Pflicht im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes läuft zum 1. Juli 2021 aus. Unternehmen und Mitarbeiter können anschließend wieder zurück in die Büros kehren, doch wollen viele Mitarbeiter weiter flexibel am…
Startup

Scaleway unterstützt Startups in Deutschland mit speziellem Programm

Nach dem Start seiner Aktivitäten in Deutschland am 09. Juni 2021, investiert Scaleway, der europäische Public-Cloud-Anbieter, nun in das Startup-Ökosystem hierzulande und startet heute die vierte Ausgabe seines Startup Programms in einer speziell deutschen…
Digitalisierung

15 Prozent der Deutschen geht die Digitalisierung zu schnell

Mehr als einem Siebtel der Deutschen geht die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft zu schnell. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie im Auftrag von „Digital für alle“.
Brexit

Brexit: EU-Jobber meiden Großbritannien

Die Zahl der EU-Bürger, die in Großbritannien nach Arbeit suchen, ist seit dem Brexit um mehr als ein Drittel gesunken. Das geht aus einer Studie der digitalen Jobvermittlung Indeed hervor.
Smart City

Smart City: Digitales für mehr Nachhaltigkeit und Lebensqualität

Weniger Abgase, weniger Energieverbrauch, mehr Lebensqualität: Die Menschen in Deutschland sehen in digitalen Technologien großes Potenzial für mehr Klimaschutz und Komfort an ihrem Wohnort.

Anzeige

Jetzt die smarten News aus der IT-Welt abonnieren! 💌

Mit Klick auf den Button "Zum Newsletter anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.