Anzeige

Anzeige

Recycling-Smartphone

Wir erinnern uns alle an die Zeit, als Steve Jobs 2007 mit dem ersten iPhone schlichtweg die Welt, in der wir leben, revolutionierte. Heute sind die technischen Kapazitäten für Smartphones und Tablets ausgeschöpft.

Um Absatz zu generieren, dreht sich der Wettbewerb mittlerweile um die beste Kamera oder das neueste Design, technische Innovationen bleiben aus. So brachte Apple in den letzten Jahren lediglich iPhones oder iPads mit kleinen Neuerungen, einem anderen Design und neuen Farbvarianten heraus.

Brauchen wir das also wirklich? Jedes Jahr aufs neue eine neue Smartphone-Generation, einen neuen Laptop, ein neues iPad? Da ist die Modeindustrie schon einen Schritt weiter: Das Slow Fashion Movement hat bereits zu nachhaltigeren Modekollektionen geführt. 

Gerade die Herstellung neuer Produkte ist aufgrund des hohen Ressourcenverbrauchs und CO2-Ausstoßes sehr umweltschädlich. Bei der Herstellung eines T-Shirts werden rund 7 Kilogramm CO2 ausgestoßen und mindestens 2.500 Liter Wasser benötigt, ein Smartphone schlägt mit 79 Kilogramm CO2 und 13.000 Liter Wasser zu Buche. Der Anbau konventioneller Baumwolle oder der Abbau von seltenen Erden sowie kritischen Metallen mittels Chemikalien belastet Mensch und Natur langfristig. 

Kleidung länger zu tragen und bewusster einzukaufen, ist bei Verbraucher:innen bereits angekommen. Bei Elektronik sieht das noch anders aus: Etwa 70 Prozent der Verbraucher:innen tauschen ihr Smartphone nach durchschnittlich 18 Monaten durch ein neues Modell aus. Smartphones, Laptops und andere elektronische Geräte wie smarte Haushaltsgeräte erlauben jedoch eine mehrjährige Nutzung. 

Nun muss bei Verbraucher:innen ein Umdenken einsetzen, denn jede Kaufentscheidung hat eine globale Auswirkung. Wenn Geräte durch das Refurbishment länger im Kreislauf bleiben, verringert dies nicht nur effektiv CO2-Emissionen, die bei der Herstellung neuer Produkte anfallen, sondern schont auch wertvolle Ressourcen und vermeidet unnötigen Elektroschrott. Allein in Deutschland fallen jährlich 1,6 Millionen Tonnen E-Schrott an, weltweit sind es knapp 53 Millionen Tonnen. Ein riesiger Müllberg, der jedes Jahr weiter wächst.

Eine im April 2021 von refurbed in Auftrag gegebene Verbraucher:innenumfrage hat ergeben, dass 70 Prozent der 2.048 Befragten bereits ein generalüberholtes Geräte gekauft haben oder bereit wären, eines zu kaufen. Knapp 37 Prozent der Befragten wünschen sich mehr nachhaltige Angebote im Elektronikbereich. Damit ist die Elektronikbranche direkt nach der Fashionindustrie der zweitgrößte Sektor, in dem sich Verbraucher:innen rasch neue nachhaltige Lösungen wünschen.

 

www.refurbed.de


Artikel zu diesem Thema

E-Commerce Green
Mai 18, 2021

Wie E-Commerce zu ECO-mmerce werden kann

Das Thema Nachhaltigkeit ist im Bewusstsein der Konsument:innen angekommen. Nachhaltige…
Messenger
Mai 15, 2021

Auf fast jedem Smartphone wird ein Messenger genutzt

Wer ein Smartphone hat, greift fast immer auch auf Messenger-Dienste wie WhatsApp, Signal…
Appstore
Mai 12, 2021

Apple: Eine Million problematischer Apps abgelehnt oder entfernt

Apple hat mitten in der Auseinandersetzung um sein App-Store-System neue Zahlen zur…

Weitere Artikel

Erfolg

Claire Valencony wird neues Vorstandsmitglied bei Esker

Esker, Anbieter der gleichnamigen globalen Cloud-Plattform, welche die Effizienz von Finanz- und Kundendienstabteilungen sowie die unternehmensübergreifende Zusammenarbeit durch Automatisierung von Managementaufgaben stärkt, gab bekannt, dass Claire Valencony…
Hybrid Working

Ende der Homeoffice-Pflicht - das hybride Zeitalter wird eingeläutet

Die von der Regierung eingeführte Homeoffice-Pflicht im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes läuft zum 1. Juli 2021 aus. Unternehmen und Mitarbeiter können anschließend wieder zurück in die Büros kehren, doch wollen viele Mitarbeiter weiter flexibel am…
Startup

Scaleway unterstützt Startups in Deutschland mit speziellem Programm

Nach dem Start seiner Aktivitäten in Deutschland am 09. Juni 2021, investiert Scaleway, der europäische Public-Cloud-Anbieter, nun in das Startup-Ökosystem hierzulande und startet heute die vierte Ausgabe seines Startup Programms in einer speziell deutschen…
Digitalisierung

15 Prozent der Deutschen geht die Digitalisierung zu schnell

Mehr als einem Siebtel der Deutschen geht die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft zu schnell. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie im Auftrag von „Digital für alle“.
Brexit

Brexit: EU-Jobber meiden Großbritannien

Die Zahl der EU-Bürger, die in Großbritannien nach Arbeit suchen, ist seit dem Brexit um mehr als ein Drittel gesunken. Das geht aus einer Studie der digitalen Jobvermittlung Indeed hervor.
Smart City

Smart City: Digitales für mehr Nachhaltigkeit und Lebensqualität

Weniger Abgase, weniger Energieverbrauch, mehr Lebensqualität: Die Menschen in Deutschland sehen in digitalen Technologien großes Potenzial für mehr Klimaschutz und Komfort an ihrem Wohnort.

Anzeige

Jetzt die smarten News aus der IT-Welt abonnieren! 💌

Mit Klick auf den Button "Zum Newsletter anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.