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Frau am Laptop

Frauen sind in Informatik-Hörsälen weiter unterrepräsentiert. Der Frauenanteil unter den Studierenden im Erstsemester liegt seit mehreren Jahren konstant bei etwa einem Viertel – einer Studentin stehen drei Studenten gegenüber.

Das zeigen Berechnungen des Digitalverbands Bitkom anlässlich des Girls‘ Day, dem bundesweiten Berufsorientierungstag für Mädchen ab der 5. Klasse. Demnach nahmen im Kalenderjahr 2019 insgesamt 77.915 Studierende im ersten Fachsemester ein Informatikstudium auf. Darunter waren 19.569 weibliche Studierende. Das entspricht einem Anteil von 25 Prozent. An der Verteilung hat sich in den vergangenen Jahren kaum etwas verändert. Fünf Jahre zuvor begannen 15.221 Frauen ein Informatikstudium bei insgesamt 64.366 Erstsemesterstudierenden – eine Quote von 24 Prozent. „So erfreulich es ist, dass die Zahl der Informatikstudierenden insgesamt steigt, so bedauerlich ist es, dass es bislang nicht gelungen ist, signifikant mehr junge Frauen für eine Karriere in der IT zu begeistern. Es muss das Ziel sein, ihren Anteil deutlich zu erhöhen, um Frauen Chancen zu eröffnen, die Digitalisierung vielfältiger zu gestalten und nicht zuletzt auch dem anhaltenden Fachkräftemangel zu begegnen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Das Klischee des ITlers als klassischer Männerberuf hält sich hartnäckig. Wir müssen diese Stereotype durchbrechen und gerade jungen Mädchen zeigen, dass sie mit digitalen Technologien die Gesellschaft aktiv mitgestalten können. Der Grundstein für die spätere berufliche Laufbahn wird schon in jungen Jahren gelegt.“

Auf dem IT-Arbeitsmarkt haben Frauen nicht nur wegen des Fachkräftemangels besonders gute Chancen. „86.000 IT-Jobs können nicht besetzt werden, weil die Fachkräfte fehlen. Viele Unternehmen suchen speziell nach Frauen, denn Studien zeigen, dass divers zusammengesetzte Teams erfolgreicher sind.“ Um die Einstiegshürden zu senken, bieten einige Hochschulen spezielle Frauenstudiengänge an. Dazu zählt beispielsweise die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. „Spezielle Frauenstudiengänge können Hürden abbauen, die Frauen daran hindern, einen Weg in der IT einzuschlagen. Die Erfahrung zeigt, dass die Erfolgsquote in diesen Studiengängen überdurchschnittlich hoch ist, ohne dass inhaltliche Abstriche gemacht werden. Dazu trägt nach Ansicht des Bitkom auch die enge Kooperation mit Unternehmen bei, wodurch ein hoher Praxisbezug entsteht.“

Hinweis zur Methodik: Die Angaben zu den Studierendenzahlen stammen vom Statistischen Bundesamt (Destatis) und umfassen jeweils das gesamte Kalenderjahr, also Sommer- und Wintersemester zusammengerechnet.

www.bitkom.org


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