Anzeige

Anzeige

Hacked Flagge

Wie die Nachrichtenagentur Reuters heute bekannt gegeben hat, untersucht die litauische Polizei einen Leak, bei dem persönliche Daten von 110.000 Betroffenen offengelegt wurden. Darunterdie Daten von fünf amtierenden Ministern sowie dem Bürgermeister der Hauptstadtbefandensich auf einer Liste, die auf einer Hacker-Website veröffentlicht wurde.

CityBee, ein Carsharing-Service, bestätigte bereits die Echtheit der Liste, die nationale Identifikationsnummern enthält, aber keine Daten zu finanziellen Transaktionen, wie es hieß.Laut einemPostin einem Hackerforum, stamme die Liste aus einem ungesicherten Backup, das bereits im Februar 2018 gestohlen worden sein soll.Zudem wurden die vollständigen Daten aus dem Hack für einen Betrag von 1.000 Dollar, zahlbar in Bitcoin, angeboten.

Die litauische Datenschutzaufsichtsbehörde, einem Land mit einer Gesamtbevölkerung von 2,7 Millionen, untersucht jetzt, ob CityBee die Daten ordnungsgemäß gesichert hat, ließ sich der Direktor der Aufsichtsbehörde Raimondas Andrijauskas auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Polizei vernehmen.

DemUnternehmen droht eine Geldstrafe von bis zu 20 Millionen Euro (24,21 Millionen Dollar) oder 4 % seines jährlichen Umsatzes, sollte die Behörde einen Verstoß gegen die Vorschriften feststellen.

Dazu ein Kommentar von Israel Barak, Chief Information Security Officer, Cybereason:

"Es ist zunächst positiv zu bewerten, dass der CEO von CityBee die Authentizität der Datenschutzverletzung bestätigt und offengelegt hat. Gleichzeitig ist es für jeden Kunden wichtig zu wissen, dass ihre persönlichen Informationen bereits vor mehr als zwei Jahren durchgesickert sind. Panikmache trägt nicht dazu bei, zukünftige Verstöße zu verhindern. Trotzdem wäre es auf einer grundsätzlichen Ebene für die Betroffenen sicherlich hilfreich, wenn sie Gewissheit darüber hätten, dass CityBee Sicherheit ernst nimmt.

Unklar ist derzeit noch, ob sensible Kundendaten zu Betrugszwecken verwendet wurden oder nicht.Für den Moment sollten Kunden deshalb ihre Passwörter aktualisieren, ihre Guthaben überwachen und auf verdächtige Aktivitäten imZusammenhang mit ihren Bankkonten achten.Für CityBee liegt in dem Vorfall aber auch die Chance, das Vertrauen seiner Kunden zurückzugewinnen.

Damit das gelingt, sollte das Unternehmen seine Ermittlungen transparent machen und offenlegen, welche Schritte unternommen werden, um die eigene Sicherheit in Zukunft zu verbessern. Darüber hinaus sollte jeder CityBee-Kunde auf Wunsch einen kostenlosen Kreditüberwachungsservice in Anspruch nehmen können, und das mindestens für die nächsten 12 Monate."

www.cybereason.com/de/platform
 


Weitere Artikel

Online-Shopping

Social Shopping: Männer kaufwilliger als Frauen

Männliche Käufer sind bereit, beim Online-Shopping in sozialen Medien spontan viel mehr Geld für ein ungesehenes Produkt auszugeben als weibliche, wenn ein Influencer es ihnen dort empfiehlt.
Erfolg

Claire Valencony wird neues Vorstandsmitglied bei Esker

Esker, Anbieter der gleichnamigen globalen Cloud-Plattform, welche die Effizienz von Finanz- und Kundendienstabteilungen sowie die unternehmensübergreifende Zusammenarbeit durch Automatisierung von Managementaufgaben stärkt, gab bekannt, dass Claire Valencony…
Hybrid Working

Ende der Homeoffice-Pflicht - das hybride Zeitalter wird eingeläutet

Die von der Regierung eingeführte Homeoffice-Pflicht im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes läuft zum 1. Juli 2021 aus. Unternehmen und Mitarbeiter können anschließend wieder zurück in die Büros kehren, doch wollen viele Mitarbeiter weiter flexibel am…
Startup

Scaleway unterstützt Startups in Deutschland mit speziellem Programm

Nach dem Start seiner Aktivitäten in Deutschland am 09. Juni 2021, investiert Scaleway, der europäische Public-Cloud-Anbieter, nun in das Startup-Ökosystem hierzulande und startet heute die vierte Ausgabe seines Startup Programms in einer speziell deutschen…
Digitalisierung

15 Prozent der Deutschen geht die Digitalisierung zu schnell

Mehr als einem Siebtel der Deutschen geht die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft zu schnell. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie im Auftrag von „Digital für alle“.
Brexit

Brexit: EU-Jobber meiden Großbritannien

Die Zahl der EU-Bürger, die in Großbritannien nach Arbeit suchen, ist seit dem Brexit um mehr als ein Drittel gesunken. Das geht aus einer Studie der digitalen Jobvermittlung Indeed hervor.

Anzeige

Jetzt die smarten News aus der IT-Welt abonnieren! 💌

Mit Klick auf den Button "Zum Newsletter anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.