Anzeige

Kundenzufriedenheit

Vier von zehn deutschen Verbrauchern hatten schon einmal Probleme bei Online-Bestellungen aus dem Ausland. Dazu zählen lange oder ausbleibende Lieferungen, Komplikationen beim Widerruf oder in einigen Fällen sogar gefährliche und unsichere Waren. Ein Großteil der Konsumenten sieht die E-Commerce-Plattformen als verantwortlich für verlässliche Sendungen ihrer Dritthändler.

Das zeigt eine Umfrage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv).

"Prominente Rolle"

"Verbraucher sagen 'Ich kaufe bei dem Online-Marktplatz' und nicht 'Ich kaufe bei einem Anbieter in China'. Diese prominente Rolle von Marktplätzen muss sich auch in ihrer Verantwortung für die angebotenen Produkte widerspiegeln. Online-Marktplätze müssen für die Einhaltung von Verbraucherrechten haften, wenn sie einen beherrschenden Einfluss auf die Anbieter ausüben und keine ausreichenden Sorgfaltspflichten übernehmen", sagt vzbv-Vorstand Klaus Müller.

2.848 deutsche Konsumenten haben an der Umfrage teilgenommen. 41 Prozent hatten schon Schwierigkeiten bei Bestellungen aus dem Ausland, 23 Prozent bei Lieferungen innerhalb Deutschlands oder der EU. 93 Prozent der Befragten zufolge müssen Plattformen wie Amazon selbst dafür sorgen, dass sich Dritthändler an die EU-Richtlinien halten.

Vertragspartner haften

Laut dem vzbv ist der in diesem Jahr von der EU-Kommission gestartete Digital Services Act eine Chance, E-Commerce-Plattformen stärker in die Pflicht zu nehmen. Wenn Marktplätze faktisch als Vertragspartner auftreten oder entscheidenden Einfluss auf Anbieter ausüben, müssen sie selbst wie ein Vertragspartner haften. Sie können sich von dieser Haftung befreien, wenn sie nachweisen, den betreffenden Dritthändler umfassend überprüft zu haben.

Eine Überarbeitung braucht dem vzbv zufolge auch die europäische Produktsicherheitsrichtlinie. Online-Marktplätze müssten von der EU rechtlich als Akteure in der Lieferkette definiert werden. Sie sollten eine Verantwortung für die Sicherheit von Waren tragen. Global bräuchte es außerdem stärkere Zollbehörden und mehr Kooperation zwischen Marktüberwachungsbehörden, heißt es.

www.pressetext.com


Artikel zu diesem Thema

Malware
Nov 22, 2020

Chaes - Neue Malware richtet sich gegen E-Commerce-Markt

Cybereason, ein Unternehmen für den zukunftssicheren Schutz vor Cyber-Angriffen, stellt…
Mann ist entsetzt über die falsche Lieferung
Mai 28, 2019

Fehler bei Online-Bestellungen können für Einkäufer teuer werden

Die aktuelle Studie „Der digitale Wandel im B2B-Einkauf – Report 2019“ von Sana Commerce…

Weitere Artikel

Weihnachtsgeschenke

Onlinehandel vor Weihnachten wichtiger denn je

Ob Bücher, Smartwatches oder Schmuck: 2021 kommen noch mehr Weihnachtsgeschenke aus dem Netz als in den Vorjahren. So gibt ein Drittel (34 Prozent) der Internetnutzerinnen und -nutzer an, in diesem Jahr Präsente ausschließlich online zu kaufen.

Trierer Cyberbunker-Prozess geht in die Verlängerung

Update Mo, 02.12.2021, 14:49 Uhr Im Cyberbunker-Prozess vor dem Landgericht Trier soll am 13. Dezember das Urteil gesprochen werden. Das kündigte der Vorsitzende Richter Günther Köhler am Donnerstag an.
Telekommunikation

Telekommunikationsgesetz bietet neue Möglichkeiten

Das neue Telekommunikationsgesetz (TKG) trat am 1. Dezember in Kraft. Aus Sicht des Breitbandverbands ANGA bietet der neue Rechtsrahmen Chancen, den flächendeckenden Gigabit-Ausbau weiter voranzutreiben.
Metaverse

Metaverse 3.0: Befürworter und Skeptiker melden sich zu Wort

Metaverse 3.0: Befürworter halten Jahresumsatz von 1 Billion Dollar für möglich, Skeptiker sprechen von "altem Wein in neuen Schläuchen".
Facebook

Verbraucherschützer dürfen gegen Facebook klagen

Verbraucherschützer können nach Ansicht eines EuGH-Gutachtens berechtigt sein, auch ohne konkreten Auftrag von Betroffenen gegen Datenschutzverstöße bei Internet-Riesen wie Facebook zu klagen.
Jack Dorsey

Square benennt sich in Block um

Der Bezahldienst Square von Twitter-Mitgründer Jack Dorsey untermauert seinen Fokus auf Digitalwährungen mit einem Namenswechsel. Die Firma benennt sich in Block um - in Anlehnung an die Blockchain-Technologie, mit der Kryptogeld wie Bitcoin funktioniert.

Anzeige

Jetzt die smarten News aus der IT-Welt abonnieren! 💌

Mit Klick auf den Button "Zum Newsletter anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.