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Online-Shopping

«Wir schließen», «Alles muss raus» oder «Ausverkauf»: Das Ladensterben in Deutschlands Innenstädten ist an diesem Dienstag Thema im Bundeswirtschaftsministerium. Minister Peter Altmaier hat Betroffene und Experten zum - virtuellen - «Runden Tisch» geladen. Nach dem Gespräch (14.30 Uhr) mit Vertretern aus Handel, Kultur und Kommunen will der CDU-Politiker sich zu den Ergebnissen äußern.

Mit dabei ist unter anderem der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Stefan Genth.

Altmaier setzt etwa darauf, den sogenannten stationären Einzelhandel digitaler zu machen, damit er gegen die große Online-Konkurrenz besser bestehen kann. Der Marktanteil des Onlinehandels war während des Shutdowns im Frühjahr sprunghaft gestiegen - wenn Menschen nicht mehr aus dem Haus wollen oder die Geschäfte sogar vorübergehend schließen, ist das Bestellen im Internet eine willkommene Alternative. Der Handelsverband HDE hatte ein 100 Millionen Euro schweres Förderprogramm gefordert, um Händler bei der Digitalisierung zu unterstützen.

Allerdings machen auch große Einkaufszentren außerhalb der Innenstädte den kleineren Geschäften oft das Leben schwer. Ziel soll daher aus Altmaiers Sicht sein, die Stadtzentren auch unabhängig vom Kommerz wieder attraktiver für die Menschen zu machen.

Aus Sicht von Ev Bangemann, Handelsexpertin beim Beratungsunternehmen EY, sind verschiedene Strategien ratsam. «Kleinere Städte sollten sich darauf fokussieren, Treffpunkte für die Region zu werden», riet sie. Es müssten zudem Plätze geschaffen werden, die Kultur, Freizeit und Erholung verbinden. Große Geschäfte müssten stärker auf digitale Angebote wie digitale Größenberechnung oder kontaktloses Shopping setzen. Kleinere Geschäfte könnten sich in regionalen Plattformen zusammentun. Kunden in die City locken könnten kleinere Geschäfte und Boutiquen, die regionale Produkte verkauften, die es nur dort gebe.

Der Deutsche Städtetag hatte bereits einen «Bodenfonds» vorgeschlagen, damit Kommunen leichter Immobilien in zentralen Innenstadtlagen erwerben können, um deren Attraktivität zu erhöhen - etwa, indem Raum für Begegnung und soziale Einrichtungen, aber auch mehr Wohnungen entstehen.

dpa


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