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Die auch in Deutschland nach wie vor tüchtig wachsende IT-Branche kann von öffentlichen Aufträgen profitieren. Denn jährlich fließen bis zu 400 Mrd. Euro an staatlichen Geldern in Beschaffungsmaßnahmen. Derzeit sind dies größtenteils Bauaufträge, aber in Zukunft wird die IT-Branche hier eine immer wichtigere Rolle spielen. 

Welche Chancen und Herausforderungen für die IT-Branche, sind im Bereich der öffentlichen Aufträge vorhanden?

Besonders relevant ist dies für Start-Ups, denn sie haben große Chancen, aber auch große Herausforderungen, wenn es um die öffentlichen Aufträge aus der IT-Branche geht. Normalerweise gehen die Aufträge an etablierte Unternehmen, die schon bekannt sind, aber weniger mit Innovation punkten können. Wir gehen daher hier auf Start-Ups ein und geben Tipps dafür, wie man sich einen Namen macht und bei öffentlichen Aufträgen eine Chance hat.

ÖFFENTLICHE AUFTRÄGE IN DER IT-BRANCHE: DERZEITIGER STAND

Der deutsche Digitalverband hat einen Arbeitskreis (AK) für öffentliche Aufträge, der sich regelmäßig trifft. Sein Ziel ist es, das Vergaberecht in der IT-Branche in Deutschland fair zu gestalten. Ein wichtiger Bereich dafür ist die digitale Transformation der Verwaltung von lokalen Verwaltungen sowie Verwaltungen auf Länder- und Bundesebene. Dafür ist leistungsfähige IT nötig, die vielerorts noch nicht eingerichtet ist.

Zugleich haben Bund, Länder und Kommunen milliardenhohe Summen zur Verfügung, um bessere Technologie einzukaufen. Das bedeutet, dass der Staat in Deutschland viel Macht im IT-Markt hat und den Wettbewerb beeinflusst. Dabei ist es nicht nur die Bundesregierung. Auch viele Stadtverwaltungen und Landkreise haben Aufträge im Bereich der IT zu vergeben, obwohl hier die Bezahlung nicht immer so hoch ist wie auf Bundes- oder Länderebene.

Im Hinblick auf diese aktuelle Situation arbeitet der AK öffentliche Aufträge an den folgenden Themen:

• Schaffung von Bedingungen für ausgewogene Verteilung von Aufträgen in der IT-Branche
• Sicherung eines fairen und transparenten Wettbewerbs im Bereich der öffentlichen Aufträge
• Beteiligung von KMU und Start-Ups
• Digitalisierung des Ausschreibungsprozesses sowie der Vergabe von IT-Aufträgen
• Mainstreaming der Landesvergabegesetze
• Keine Unterschreitung der EU-Schwellenwerte für die IT-Branche

Für Unternehmen in der IT-Branche ist es sinnvoll, dem Digitalverband beizutreten und sich über die Neuigkeiten aus dem AK öffentliche Aufträge auf dem Laufenden zu halten. Darüber hinaus empfehlen wir, entsprechende Fachmagazine zu abonnieren.

Vor allem Start-Ups, die noch nicht viel Erfahrung mit Ausschreibungen aus dem IT-Bereich haben, sollten sich darüber informieren, welche Entwicklungen es in der wachsenden Branche gibt. Die Vernetzung mit anderen Start-Ups ist eine hilfreiche Strategie und kann zu spannenden Kooperationen führen, was wiederum die Chancen bei der Bewerbung erhöht.

CHANCEN FÜR DIE IT-BRANCHE

In der IT-Branche gibt es derzeit viele Chancen, durch einen öffentlichen Auftrag die eigene Finanzierung sicherzustellen und langfristig interessante Arbeit zu erhalten. Die zunehmende Digitalisierung der Verwaltung ist hier die wichtigste Möglichkeit. Unternehmen, die in diesem Bereich tätig sind, sollten sich daher in verschiedenen Bundesländern auf die entsprechenden Ausschreibungen bewerben.

Darüber hinaus haben Start-Ups in der IT-Branche in Deutschland sehr gute Chancen. Denn wenn sie eine öffentliche Ausschreibung gewinnen, haben sie einen Auftraggeber mit hervorragender Bonität, der sie lange beschäftigen wird. Auch für die Referenzen macht es einen sehr guten Eindruck, wenn man als kleines Unternehmen für den Staat gearbeitet hat.

Der intensive Ideenwettbewerb, der bereits unter IT-Start-Ups herrscht, stellt in sich eine Chance dar. Denn so kann die öffentliche Hand zugleich Entwicklungsimpulse setzen, die Innovation fördern und die besten Ideen erhalten. Allerdings fehlt es hier derzeit noch an Koordination und technischen Möglichkeiten seitens der Auftraggeber.

Zugleich bietet das Internet die Chance, neue öffentliche Aufträge zu durchsuchen. Diverse Portale laden täglich neue Ausschreibungen hoch und ermöglichen es, sich mit wenigen Klicks zu bewerben. Dabei ist es nicht immer das Unternehmen mit der meisten Erfahrung oder dem günstigsten Preis, das den Auftrag erhält. Auch Start-Ups haben eine Chance, wenn sie zum Beispiel mit einem übersichtlichen Angebot oder einer wirtschaftlichen Rechnung überzeugen.
Unser Tipp: Für Start-Ups kann es interessant sein, sich zusammenschließen. Als sogenannte Bietergemeinschaft ist es möglich, sich auf die Referenzen des Partners zu berufen, sich gegenseitig zu beraten und in anderen wirtschaftlichen Dimensionen zu denken. Auch die Kooperation mit einem etablierten Unternehmen ist für junge KMU eine Möglichkeit.

DER DIGITALPAKT FÜR SCHULEN

Seitdem im Jahr 2018 der Digitalpakt (offizieller Name: DigitalPakt Schule) diskutiert und im Jahr 2019 offiziell beschlossen wurde, sind etwa 5 Milliarden Euro aus öffentlicher Hand für diesen Zweck vorhanden. Dies ist eine interessante Chance für Unternehmen aus der IT-Branche, sich auf spezialisierte Aufträge zu bewerben.

Die Finanzierung geht an Projekte, die die Digitalisierung der allgemeinbildenden Schulden vorantreiben. Dafür war eine Gesetzesänderung nötig, denn eigentlich ist Bildung in Deutschland Ländersache. Der Digitalpakt für Schulen wird jedoch auf Bundesebene vom Ministerium für Bildung und Forschung verwaltet. Zugleich kann jede Schule selbst entscheiden, ob und für welche Mittel zur Umsetzung der Digitalisierung sie sich bewerben möchte.

Techniken rund um Whiteboards, Bildungsmittel mit Unterstützung von IT und Internet für Schulen werden daher in der nächsten Zeit in der Branche besonders gefragt sein. Derzeit (September 2019) wartet die IT-Branche noch auf den Startschuss für den DigitalPakt Schule. Dennoch ist es eine gute Strategie, sich bereits mit Schulen der Umgebung in Kontakt zu setzen und erste Technologien zu entwerfen, die einen öffentlichen Auftrag gewinnen könnten.

HERAUSFORDERUNGEN FÜR DIE IT-BRANCHE

Derzeit ist es leider noch nicht realistisch, dass kleine Start-Ups bei der öffentlichen Beschaffung von IT-Aufträgen eine gute Chance haben. Obwohl das Vergaberecht vorgibt, dass kleine und mittlere Unternehmen berücksichtigt werden sollen, sind es doch fast immer die großen, etablierten Firmen, die die Aufträge erhalten. Allerdings wäre die Vergabe an junge Start-Ups die ideale Möglichkeit, den Digitalisierungsrückstand in der deutschen Verwaltung zu beheben.
Die hohen Sicherheitsanforderungen in den öffentlichen Aufträgen sind für kleinere Unternehmen eine große Herausforderung. Zudem hat der Staat bei innovativen Ideen häufig ein wenig Angst, dass das Budget explodiert, da die Anschaffung von mehreren Technologien nötig sein könnte. Daher entscheiden sich viele öffentliche Auftraggeber eher für bekannte Unternehmen.

Für alle Unternehmen der IT-Branche ist zudem die Komplexität der Ausschreibungsabwicklungen eine Hürde. Funktionale Leistungsbeschreibungen fehlen häufig, was wiederum mit fehlendem Fachwissen in den Verwaltungen zusammenhängt. Nebenangebote sind in vielen Fällen nicht nötig, obwohl gerade diese eine Chance für KMU bieten könnten.

Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind außerdem erheblich, was die öffentlichen Aufträge angeht. Unternehmen haben daher Schwierigkeiten, sich mit der gleichen Bewerbung oder dem gleichen Profil bei verschiedenen Aufträgen zu bewerben. Sie müssen vor jedem Angebot genau recherchieren, welche Anforderungen das jeweilige Bundesland oder die jeweilige Verwaltung stellt.

All diese Herausforderungen lassen sich darauf zurückführen, dass Zeit und Geld in den Verwaltungen fehlen. So kommt es zu einem Teufelskreis aus mangelnder Digitalisierung, fehlendem Fachwissen und komplizierten Ausschreibungen, die nur von großen Unternehmen gewonnen werden können. Diese wiederum überzeugen mit ihren Standard-Lösungen, ohne innovative und fortschrittliche Ideen einzubringen.

DIE EIGNUNG NACHWEISEN

Gerade für Start-Ups ist die Anforderung von Behörden, die Eignung für die Auftragsausführung nachzuweisen, oft eine große Herausforderung. Denn die Vergabestelle kann genau vorgeben, welche Kriterien gewünscht sind. Die folgenden Faktoren spielen dabei eine Rolle:

• Leistungsfähigkeit
• Umsatzzahlen
• Anzahl der Mitarbeiter
• Größe des Unternehmens
• Referenzen aus abgeschlossenen Projekten
• Zertifikate

Wer diese Unterlagen und Nachweise nicht erbringen kann, hat bei öffentlichen Aufträgen deutlich schlechtere Chancen. Daher ist es empfehlenswert, sich mit anderen KMU zusammenzuschließen und zugleich an der eigenen Qualifizierung zu arbeiten. Selbst durch pro-bono-Projekte ist es möglich, gute Referenzen zu erhalten.

 

 

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