Anzeige

Kabelloses Aufladen Smartphone

Kabelloses Aufladen von Smartphones verringert die Lebensdauer von Akkus. Auch der Energieverbrauch ist wesentlich höher als beim Ladekabel, ergibt eine Studie der University of Warwick.

Bei kabellosem beziehungsweise induktivem Aufladen muss das Smartphone lediglich nahe genug am Aufladegerät sein, es kann einen Abstand zwischen ihnen geben. Deswegen ist diese Methode sehr beliebt, Nutzer ersparen sich dadurch den üblichen Kabelsalat. Jedoch hat sich herausgestellt, dass die Hitze, die zwischen Aufladegerät und Smartphone entsteht, dem Akku schadet.

"Es gibt zwei große Probleme beim Aufladen von Akkus. Erstens das zu schnelle Aufladen, zweitens schwierige äußere Bedingungen, wie zum Beispiel Temperatureinfluss. Normalerweise ist aber eine Temperatur von 60 bis 70 Grad für den Akku noch erträglich. Ich kann mir schwer vorstellen, dass beim Aufladen derartig hohe Temperaturen entstehen. Aber wenn man den Akku unter großer Hitze ständig auflädt, kann das den Alterungsprozess schon beschleunigen", meint Marcus Jahn, Teamleiter für Batterietechnologie am Austrian Institute of Technology, im Interview mit pressetext.

Viel Hitze und Energieverbrauch

Dem Team zufolge gibt es in Smartphones und Aufladegeräten mehrere Hitzequellen. Die erzeugte Hitze kann leicht von einem Gerät zum anderen wandern, besonders wenn sie nahe zueinander liegen. Durch die erhöhte Temperatur würde die Lebensdauer des Akkus sinken. Für die Studie testeten die Forscher die Akkutemperatur bei drei verschiedenen Auflademethoden: Induktiv, mit Ladekabel und induktiv mit einem falsch positionierten Smartphone. Wenn ein Smartphone falsch ausgerichtet wird, erhöht das Ladegerät den Energieverbrauch, um den mangelnden Kontakt zum Akku auszugleichen. Dieser Fehler kommt oft vor, da die richtige Ausrichtung oft unklar ist.

Das Handy, das mit dem Kabel aufgeladen wurde, überschritt innerhalb von drei Stunden nach dem Aufladen nicht die Temperatur von 27 Grad Celsius. Der Höchstwert beim induktiven Aufladen lag dagegen bei 30,5 Grad. Das war auch bei falscher Ausrichtung die Höchsttemperatur, jedoch erreichte der Akku sie schneller und sie hielt mehr als doppelt so lange an. Die maximale Stromstärke des Aufladegeräts erhöhte sich auch bei einer falschen Ausrichtung auf elf Watt, während sie bei richtiger Positionierung nur bei 9,5 Watt lag.

Ladekabel ist besser

Jahn empfiehlt für mehr Energieeffizienz Aufladekabel. "Beim induktiven Aufladen ist die Energieeffizienz meist schlechter als beim Aufladekabel. Bei der Energieübertragung geht immer Energie verloren, weswegen diese Methode auch eine hohe Leistung braucht oder eher langsam ist", so der Experte.

Laut den Forschern gibt es jedoch Möglichkeiten, die Energieeffizienz beim induktiven Aufladen zu verbessern. Extrem dünne Aufladespulen im Smartphone, höhere Frequenzen sowie optimierte Antriebselektronik würden Aufladegeräte und Akkus kompakter machen. Sie könnten auch ohne besonderen Aufwand in Smartphones integriert werden. Trotzdem sei ein Aufladekabel immer noch besser, um die Lebensdauer eines Akkus möglichst lang zu halten.

www.pressetext.com
 


Newsletter Anmeldung

Smarte News aus der IT-Welt

Sie möchten wöchentlich über die aktuellen Fachartikel auf it-daily.net informiert werden? Dann abonnieren Sie jetzt den Newsletter!

Newsletter eBook

Exklusiv für Sie

Als Newsletter-Abonnent erhalten Sie das Booklet „Social Engineering: High Noon“ mit zahlreichen Illustrationen exklusiv und kostenlos als PDF!

 

Weitere Artikel

Youtube

YouTube testet derzeit reine Audio-Werbung

Google-Tochter YouTube testet derzeit sowohl auf ihrer Hauptplattform als auch auf dem Streaming-Dienst YouTube Music Audio-Werbung. Die Anzeigen sollen keine visuellen Elemente beinhalten und nur durch Sprache und Musik ihre Botschaft vermitteln.
E-Rechnung

Die E-Rechnung kommt – aber nicht alle Unternehmen sind vorbereitet

Die Frist läuft: Ab dem 27. November 2020 müssen Unternehmen in Deutschland Rechnungen an Bundesbehörden als sogenannte E-Rechnung einreichen.
Verkehrsdaten

Verkehrsdaten sollen allen zur Verfügung stehen

Vom Stau auf der Autobahn zur Wartezeit an den Ampeln bis zur Verspätung von Bussen und Bahnen: An zahlreichen Stellen werden bereits heute Mobilitätsdaten erfasst. Doch nur selten werden diese Informationen anderen zur Verfügung gestellt, so dass…
Snapchat

Snapchat kauft "Voisey" und ahmt TikTok nach

Snapchat hat die britische Musik-App "Voisey"gekauft. Diese ermöglicht es Usern, ihre eigenen Songs mit verschiedenen Sound-Effekten zu erstellen. Voisey ähnelt im Design der chinesischen Video-App TikTok, mit der Snapchat in direkter Konkurrenz steht.
Fintech

Fintech-Wachstum lässt etwas nach

Der deutsche Fintech-Sektor knackt mit 946 Startups erstmals die 900er-Marke. Trotz des neuen Rekordwertes erhält das Wachstum einen leichten Dämpfer. Mit 105 Gründungen in 2019 liegt die Anzahl 17% unter dem Vergleichswert aus dem Vorjahr (2018: 141).

Netzprobleme bei Vodafone - mehr als 100 000 Kunden betroffen

Beim Mobilfunk-Betreiber Vodafone ist es zu gravierenden Netzproblemen gekommen. Es sei überregional «zu massiven Einschränkungen bei der Nutzung der mobilen Daten und Telefonie 2G/3G/4G» gekommen, hieß es auf einer Webseite des Düsseldorfer Unternehmens am…

Anzeige

Newsletter Anmeldung

Smarte News aus der IT-Welt

Sie möchten wöchentlich über die aktuellen Fachartikel auf it-daily.net informiert werden? Dann abonnieren Sie jetzt den Newsletter!

Newsletter eBook

Exklusiv für Sie

Als Newsletter-Abonnent erhalten Sie das Booklet „Social Engineering: High Noon“ mit zahlreichen Illustrationen exklusiv und kostenlos als PDF!