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Bild: astudio / Shutterstock.com

Der Gründer des umstrittenen chinesischen Telekommunikationskonzerns Huawei, Ren Zhengfei, hat Deutschland ein «Anti-Spionage-Abkommen» angeboten, um mögliche Sicherheitsbedenken beim Ausbau der 5G-Mobilfunknetze aus dem Weg zu räumen.

Man habe dem deutschen Innenministerium gesagt, dass Huawei bereit wäre, ein «No-Spy-Agreement» mit der deutschen Regierung zu unterzeichnen, sagte Ren dem «Handelsblatt».

Huawei verspreche, keine Hintertüren in die Netzwerke einzubauen. «Ich würde auch die chinesische Regierung dazu drängen, ein No-Spy-Agreement mit Deutschland zu unterzeichnen, in dem sich Peking zusätzlich dazu verpflichten könnte, sich an die EU-Datenschutz-Grundverordnung halten zu wollen.»

Huawei ist ein Anbieter der Infrastrukturtechnik der fünften Mobilfunk-Generation (5G), die deutlich schnellere Datenübertragungsraten bringen soll. In den USA und auch in Deutschland sind die Chinesen aber zuletzt wegen Sicherheitsbedenken rund um Datennetzwerke unter Druck geraten. Manche Sicherheitsexperten fordern, Huawei vom Ausbau des neuen 5G-Mobilfunknetzes komplett auszuschließen. Die Bundesregierung befürwortet allerdings nicht den generellen Ausschluss von Huawei und anderen Anbietern aus China, sondern setzt auf eine Streuung der Aufträge unter verschiedenen Anbietern.

Ren warf den USA eine zu aggressive Sichtweise bei der Technologie-Einschätzung vor: «Leider sehen die USA 5G-Technik als eine strategische Waffe. Für sie ist es eine Art Atombombe», sagte er. Diese Einschätzung der Dinge stimme jedoch nicht. Das Huawei-Angebot im 5G-Bereich sei eher mit einem «Wasserhahn» zu vergleichen, «aus dem die Datenpakete in den Umlauf, also ins Netzwerk, gebracht werden».

Ren betonte, sein Unternehmen habe nie Hintertüren in seine Technik eingebaut. «Wenn Huawei in irgendeinem Land jemals bösartig gehandelt hätte, wenn wir etwa eine Hintertür in unsere Ausrüstung eingebaut hätten, würden wir unsere Märkte in über 170 Ländern riskieren. Alle unsere Mitarbeiter könnten ihren Job verlieren. Das wäre schlimmer als der Tod für mich.»

dpa


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