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Die erfolgreiche Übergabe des Zentrums markiert einen IT-Meilenstein und die IOC-Projektprüfung bescheinigt die Betriebsbereitschaft der IT-Infrastruktur.

Atos und Rio 2016 - das Organisationskomitee der Olympischen und Paralympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro - haben das technische Betriebszentrum (TOC) für die sportlichen Groß-Events eingeweiht. Die offizielle Eröffnung erfolgte im Rahmen der 15. Projektprüfung durch das Internationale Olympische Komitee (IOC).

Das TOC umfasst rund 800 Quadratmeter und dient als technisches Steuer- und Kontrollzentrum für alle 144 olympischen Wettkampfstätten und sonstigen Einrichtungen. Es überwacht die IT-Systeme, die den Ablauf der Olympischen und Paralympischen Spiele unterstützen, und gibt die Ergebnisse aller Wettbewerbe in Echtzeit an die weltweiten Medien weiter.

Die Spiele in Rio de Janeiro sind ein Meilenstein in der digitalen Transformation der Olympischen Spiele. Bei diesen Sommerspielen werden wichtige Anwendungen wie das Freiwilligenportal und das Akkreditierungssystem erstmals über die Cloud gesteuert. Ebenso zum ersten Mal unterstützt ein neues, ständiges TTOC (Technical Technology Operations Center) in Spanien das TOC in der Gastgeberstadt. Damit werden diese und zukünftige Spiele vollständig über die Cloud und Software-as-a-Service-Anwendungen (SaaS) laufen.

Das TTOC bündelt den Support für die wichtigsten IT-Systeme der jetzigen Spiele an einem zentralen Ort, sodass diese für zukünftige Spiele erneut genutzt werden können. Das steigert die Effizienz und reduziert Kosten. Zu Beginn übernimmt ein Team von 150 Technologie-Experten von Spanien aus die Supportfunktion.

Seit Beginn der Testphase am 15. Juli dieses Jahres ist das TOC in Rio de Janeiro mit einer Kernmannschaft einsatzfähig. Der Vollbetrieb startet am 25. Juli 2016 mit 500 Mitarbeitern, die auf 187 Positionen die technische Infrastruktur und die zugehörigen Systeme rund um die Uhr verwalten und überwachen. Hierzu zählen die Systeme für IT-Sicherheit, Telekommunikation, Energie und Ergebnis-Verwaltung. Den Betrieb sowie die Steuerung weiterer Technologiepartner übernimmt ein gemischtes Team, das aus Technologie-Experten von Rio 2016 und Atos gebildet wird.

Elly Resende, Technology Director von Rio 2016, erklärt: "Das TOC ist für den Ablauf der Spiele von zentraler Bedeutung. Wir freuen uns sehr über die guten Ergebnisse der Testphase. Gewissermaßen entspricht das TOC dem Olympiastadion, von dem aus das IT-Team die besten Plätze haben wird, um während der Spiele sämtliche IT-Prozesse zu beobachten und zu gewährleisten, dass die Ergebnisse präzise, sicher und in Echtzeit global übertragen werden."

Jean-Benoît Gauthier, Information and Technology Director beim IOC, führt aus: "Bei der 15. Projektprüfung waren wir beeindruckt von den IT-Vorbereitungen des Organisationskomitees. Diese Spiele bringen einen deutlichen Fortschritt der eingesetzten IT-Systeme mit sich. Gemeinsam mit unserem globalen Partner Atos arbeiten wir daran, die Erlebnisse von Athleten, Medien und Zuschauern zu bereichern - nicht nur in Rio, sondern auch bei zukünftigen Olympischen Spielen."

Patrick Adiba, Group Chief Commercial Officer, CEO of Major Events bei Atos, erläutert: "Rio 2016 stellt einen Wendepunkt für die IT-Bereitstellung bei den Olympischen Spielen dar. Dies ist ein Beispiel dafür, wie auf Basis vollintegrierter digitaler Systeme funktionierende Organisationsstrukturen greifbaren Nutzen in Hinblick auf Customer Experience, Business Transformation, Operational Excellence und Sicherheit realisieren können."

Die von Atos gelieferten Infrastruktur- und Integrationslösungen spielen im Hintergrund eine wesentliche Rolle für einen erfolgreichen Ablauf der Spiele. So stellt das Unternehmen beispielsweise die Systeme, mit denen die Wettkampfergebnisse in weniger als einer Sekunde für Fernsehen, Online und andere Dienste in die ganze Welt übertragen werden. Hinzu kommen das IT-Portal für Anwerbung und Schulung von 70.000 freiwilligen Helfern sowie die Lösung, mit der 400.000 Akkreditierungsausweise verwaltet werden. Die Anwendung stellt sicher, dass alle Mitwirkenden Zutritt zu den relevanten Bereichen erhalten. Sie gewährleistet zudem, dass Personen der Olympischen Familie (Medien, Partner, Athleten und Sportfunktionäre), die von Übersee anreisen, mit einem Visum für Brasilien ausgestattet werden.

Die technische Unterstützung der Olympischen Spiele erfolgt in einer vier Jahre dauernden Team-Aufgabe. Atos und Rio 2016 arbeiten eng zusammen, um die anderen Technologiepartner zu integrieren. Zu ihnen zählen:

  • Omega - Zeitmessgeräte, Zeitmessung, Punktestand-Erfassung und Vor-Ort-Ergebnisse
  • Panasonic - Audiovisuelle Ausstattung
  • Samsung - Drahtlose Kommunikation
  • Embratel/Claro - Mobile- und Festnetz-Kommunikation
  • EMC - Speicher-Infrastruktur Systeme

IT-Fakten für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro

Der Aufwand für die IT der Olympischen Spiele gleicht dem eines Unternehmens mit 200.000 Mitarbeitern und vier Milliarden Kunden, das im 24-Stunden-Betrieb sieben Tage die Woche arbeitet und alle zwei Jahre den Standort wechselt:

  • 4,8 Milliarden Zuschauer weltweit
  • 30.000 Medienvertreter
  • 37 Wettkampfstätten mit vollständigen IT-Infrastrukturen
  • 14.850 Athleten
  • 400.000 Akkreditierungen
  • 70.000 freiwillige Helfer
  • 200.000 Stunden IT-Testläufe
  • 250 Server (statt 1000, dank Virtualisierung)

www.atos.net

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