36 % der deutschen Unternehmen haben ein Zero-Trust-Modell eingeführt

Zero Trust

A10 Networks veröffentlichte eine globale Studie, in der aufgedeckt wird, vor welchen Herausforderungen und Prioritäten Unternehmen nach der Pandemie stehen, wie wir lernen, mit Corona zu leben, und wie sich dies auf zukünftige Technologie-Anforderungen auswirkt.

Von den 250 in Deutschland befragten Unternehmen war bei fast allen (99 %) die digitale Belastbarkeit mit allen zugehörigen Aspekten ein äußerst wichtiges Thema. Sorgen bereitete vor allem die Nutzung von IT-Ressourcen in der Cloud, der Umgang mit Veränderungen allgemein und die Belastbarkeit beim Umgang mit zukünftigen Störfaktoren, wobei 100 % der Umfrageteilnehmer angaben, besorgt oder sehr besorgt zu sein. Darüber hinaus waren Unternehmen extrem besorgt hinsichtlich Fernzugriff und Hybrid-Umgebungen und waren sich offensichtlich bewusst, wie wichtig ein ausgeglichenes Verhältnis von Sicherheit und Effizienz ist.

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Private Cloud ist bevorzugte Umgebung

Durch den Anstieg im Netzwerkverkehr haben sich die Herausforderungen der Umfrageteilnehmer weiter zugespitzt: Bei 94 % der deutschen Unternehmen wurde in den letzten zwölf Monaten eine Zunahme des Netzwerkverkehrs festgestellt. Allerdings liegt der Anstieg mit durchschnittlich 45 % ein wenig unter dem Durchschnittswert aller von der Studie abgedeckten Länder (47 %).

Auf die Frage nach der erwarteten zukünftigen Aufteilung ihrer Netzwerkumgebung gingen 85 % der deutschen Unternehmen von einem cloudbasierten Schwerpunkt aus, und von den deutschen Umfrageteilnehmern gaben 45 % Private Cloud als bevorzugte Umgebung an. Allerdings zeigen sie sich verunsichert von ihren Cloud-Anbietern, über die 44 % aussagen, dass sie die vertraglich festgelegten SLAs nicht erfüllen.

Die Studie Enterprise Perspectives 2022 wurde von dem unabhängigen Marktforschungsunternehmen Opinion Matters durchgeführt. Befragt wurden 2.425 Experten für Anwendungen und Netzwerke in zehn Regionen, darunter Großbritannien, Deutschland, Südeuropa, Benelux, Osteuropa, Skandinavien, USA, Indien, Nahost und Asien-Pazifik.

Ziel der Studie war es, die Herausforderungen, Sorgen und Perspektiven von großen Konzernen zu verstehen, die sich kontinuierlich bemühen, ihre IT-Strategien und Infrastrukturen an die Komplexitäten des digitalen Wandels und eines Hybrid-Arbeitsmodells anzupassen.

Eskalierende Cyberbedrohungen

Zweifelsohne sorgt die eskalierende Bedrohungslandschaft unter den deutschen Umfrageteilnehmern für umfassende Beunruhigung. Im Vergleich mit anderen Regionen machten sich deutsche Umfrageteilnehmer mehr Sorgen über den Verlust von vertraulichen Daten/Assets im Fall von Datenschutzverletzungen aufgrund von Cyberangriffen. Zu anderen Befürchtungen zählen Strafzahlungen aufgrund von DSGVO-Verstößen, potenzielle Ausfälle oder Lockdowns aufgrund von DDoS-Angriffen mit den daraus resultierenden Ermittlungen und Gerichtsverfahren.

Als Reaktion auf diese Herausforderungen setzen deutsche Unternehmen laut den Ergebnissen der Studie auf Zero-Trust-Sicherheitskonzepte, wobei 36 % der Unternehmen ein entsprechendes Modell in den letzten zwölf Monaten bereits umgesetzt haben und 9 % dies innerhalb der nächsten zwölf Monate planen.

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Ähnelt die neue Realität der alten?

Während einerseits Infrastrukturen auf die Unterstützung von Homeoffice angepasst wurden, geben 78 % der deutschen Unternehmen an, dass alle oder die meisten Mitarbeiter langfristig in Büros arbeiten werden. In allen Umfrageregionen liegt dieser Wert bei 62 %. Nur 10 % sagen aus, dass keine oder nur eine Minderheit der Angestellten in Büros und die Mehrheit ausgelagert arbeiten werden. Dies widerspricht den Erwartungen einer richtungsweisenden Umstellung auf ein permanentes Hybrid-Modell. Experten für Anwendungen und Netzwerke rechnen damit, dass sich die alte Realität wieder etablieren wird.

Ernst Hillerkus, Country Manager DACH bei A10 Networks, kommentierte die Studie: „Die Welt hat sich fundamental verändert, und das Tempo des digitalen Wandels übertrifft inzwischen alle Erwartungen. Mit dem nahenden Ende des Krisenmodus konzentrieren sich Unternehmen mehr denn je auf digitale Belastbarkeit, auf den Wechsel in die Cloud und darauf, wie sie ihre Schutzmaßnahmen verstärken können. Eine wichtige Vorgabe besteht darin, Arbeitsmodelle zu fördern, die den Vorlieben von Mitarbeitern am besten entsprechen. Zudem setzen immer mehr deutsche Unternehmen auf Zero-Trust-Modelle. Die Rückkehr zu herkömmlichen Büroumgebungen könnte ihre Ursache in den hohen Bedenken von IT-Experten in Bezug auf Sicherheit, Cloud, digitale Belastbarkeit und Kontinuität haben und in ihrer Unsicherheit, ob die IT-Systeme den steigenden Anforderungen standhalten können.“

Prioritäten bei Technologie-Investitionen

Hinsichtlich der Investitionsprioritäten haben künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen zweifelsohne zugelegt: 47 % der deutschen Unternehmen geben an, diese Technologien in den letzten zwölf Monaten bereitgestellt zu haben. Darüber hinaus haben 41 % umfassende Beobachtbarkeit und vernetzte Intelligenz eingeführt, und bei 37 % waren es Blockchain-Technologien.

Interessanterweise wurden auf die Frage nach der wichtigsten Technologie für geschäftliche Belastbarkeit im kommenden Jahr von deutschen Umfrageteilnehmern am häufigsten Metaverse-Technologien genannt, gefolgt von künstlicher Intelligenz, maschinellem Lernen und 5G-Technologien.

In Zukunft dürfte ein Anstieg bei Cybersicherheitsinitiativen zu verzeichnen sein, zu denen auch Zero-Trust-Modelle zählen. Es ist mit einer steigenden Zahl von Implementierungen zu rechnen, je mehr deutsche Unternehmen sich mit den Vorteilen vertraut machen. Die Studie macht deutlich, dass der Druck auf deutsche Unternehmen in den nächsten Jahren kaum nachlassen dürfte.

Hillerkus schlussfolgert: „Angesichts der eskalierenden Bedrohungslandschaft, der Nachwirkungen der Pandemie und des aktuellen Kriegs in der Ukraine, von den steigenden Energiepreisen und der Inflation ganz zu schweigen, gibt es für Unternehmen etliches zu überlegen. Unternehmen müssen weiterhin in moderne Technologien investieren, die Automatisierung und Schutz ermöglichen, wie etwa Zero Trust, um in zunehmend heterogenen Infrastrukturen das richtige Gleichgewicht von Verteidigung und Agilität herzustellen.“

www.a10networks.com

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