Risiko beim Online-Einkauf

Online-Shopping: Jeder dritte Käufer verliert Geld an Betrüger

Rabatte

Eine Umfrage von McAfee belegt, dass finanzielle Sorgen viele Verbraucher in Deutschland zu riskanten Entscheidungen beim Online-Shopping verleiten.

Eine im Mai 2026 durchgeführte repräsentative Umfrage des Sicherheitsunternehmens McAfee unter 1000 Erwachsenen in Deutschland zeigt, dass der wirtschaftliche Druck Verbraucher anfälliger für Betrugsmaschen im Online-Handel macht. Demnach haben bereits 33 Prozent der Befragten finanzielle Einbußen durch betrügerische Aktivitäten beim digitalen Einkauf erlitten. Bei 62 Prozent der Betroffenen lag der Gesamtschaden bei über 100 Euro. Konkret verloren 9 Prozent der gesamten Umfrageteilnehmer Beträge zwischen 100 und 499 Euro, während 5 Prozent Verluste von 500 Euro oder mehr verzeichneten. Mehr als die Hälfte der geschädigten Personen, genau 55 Prozent, konnte keinerlei Rückerstattung des verlorenen Geldes erwirken.

Anzeige

Gesteigerte Risikobereitschaft durch Preissteigerungen

Die Motivation zur Einsparung führt bei vielen Konsumenten zu einer Vernachlässigung grundlegender Sicherheitsmaßnahmen. Für 69 Prozent der Befragten steht die Suche nach dem niedrigsten Preis an oberster Stelle, und 56 Prozent investieren deutlich mehr Zeit in die Schnäppchenjagd. Dabei gaben 32 Prozent an, einem extrem günstigen Angebot ohne vorherige Prüfung blind zu vertrauen.

Zudem weichen 37 Prozent aufgrund niedrigerer Preise auf völlig unbekannte Online-Shops aus. 18 Prozent verspüren durch die allgemeine Teuerung den Drang, bei Angeboten übereilt zuzuschlagen, und 17 Prozent verzichten bei besonders verlockenden Preisen vollständig auf eine Überprüfung des Händlers. Insgesamt vertrauen 38 Prozent der Verbraucher billigeren Angeboten, ohne die Identität des Verkäufers zu hinterfragen.

Typische Betrugsmethoden bei großen Rabattaktionen im Online-Shopping

Cyberkriminelle nutzen große Verkaufsaktionen gezielt aus, wobei der zunehmende Einsatz von künstlicher Intelligenz die optische Erkennung manipulierter Inhalte erschwert. Die Umfrage entschlüsselt die häufigsten Vorfälle, mit denen Verbraucher konfrontiert wurden:

Anzeige
  • 24 Prozent erhielten gefälschte Benachrichtigungen von Paketdiensten zu angeblichen Zustellproblemen.
  • 23 Prozent wurden zur Herausgabe von Zahlungs- oder Kontodaten aufgefordert.
  • 22 Prozent registrierten verdächtige Sicherheitswarnungen oder Aufforderungen zur Kontoverifizierung.
  • 22 Prozent sahen sich mit dringlichen Nachrichten konfrontiert, die künstlichen Zeitdruck erzeugten.
  • 20 Prozent stießen auf zweifelhafte Rabattcodes oder Schein-Blitzangebote.
  • 18 Prozent erhielten gefälschte Nachrichten im Namen bekannter Online-Händler.
  • 13 Prozent wurden mit manipulierten Versand-Updates oder gefälschten Bestellbestätigungen konfrontiert.

Als Schutzmaßnahmen empfehlen Analysten, unaufgeforderte Kontaktaufnahmen kritisch zu hinterfragen, nur über offizielle Kanäle der etablierten Plattformen einzukaufen, die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu aktivieren und Sicherheitssoftware zur Überprüfung von Links und QR-Codes einzusetzen.

7 Scams Germany
Bildquelle: McAfee

(McAfee/red)

Anzeige

Weitere Artikel

Newsletter
Newsletter Box

Mit Klick auf den Button "Jetzt Anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.