Das IT-Sicherheitsunternehmen ReliaQuest wehrte einen zielgerichteten Vishing-Angriff der Hackergruppe ShinyHunters ab.
Das Cybersecurity-Unternehmen ReliaQuest hat einen versuchten Cyberangriff durch die bekannte Erpressergruppe ShinyHunters bestätigt. Die Angreifer gaben sich am Telefon als Mitarbeiter des internen IT-Sicherheitsteams aus (Vishing) und verleiteten Beschäftigte dazu, eine gefälschte Single-Sign-On-Anmeldeseite (SSO) über eine manipulierte Domain aufzurufen. Ein Mitarbeiter fiel auf die Täuschung herein, gab seine Zugangsdaten ein und bestätigte eine MFA-Push-Benachrichtigung. Dadurch erhielten die Angreifer vorübergehenden Lesezugriff auf das Identitäts-Dashboard des Unternehmens.
ReliaQuest: Sicherheitskontrollen stoppen Zugriff auf Kundendaten
Ein tieferes Eindringen in die Unternehmensinfrastruktur misslang jedoch, da automatisierte Geräte-Authentifizierungen (Device Trust) jegliche Weiterleitung an interne Anwendungen konsequent blockierten. ReliaQuest beendete die aktive Sitzung umgehend, widerrief das Passwort und setzte alle Authentifizierungs-Token zurück. Das Unternehmen stellte in einer offiziellen Erklärung klar:
„Der Umfang des Zugriffs beschränkte sich rein auf die Einsicht. Es wurde auf keine Anwendungen oder Systeme von ReliaQuest zugegriffen, und Kundendaten wurden zu keinem Zeitpunkt berührt.“
ReliaQuest
Auch die Angreifer von ShinyHunters räumten im Nachgang ein, dass der Angriff auf die reine Leseansicht beschränkt blieb und keine Unternehmens- oder Kundendaten entwendet werden konnten.
(red)