Anzeige

Lock

Vor kurzem wurde in der IoT U-Tec UltraLoq-Serie digtaler Schlösser eine schwerwiegende Sicherheitslücke aufgedeckt. Die Schwachstelle erlaubt es einem Hacker private und geografische Daten und Informationen von jedem beliebigen Nutzer eines solchen Produktes abzuziehen. 

Craig Young, Senior Security Researcher beim Tripwire Vulnerability and Exposure Research Team (VERT), hat die kritische Schwachstelle identifiziert und in einer Analyse ausführlich unter die Lupe genommen. So kann laut Young ein anonymer Hacker zusätzlich Daten zur Benutzeridentifikation von jedem gerade aktiven U-Tec Kunden einsammeln. Dazu zählen E-Mail-Daten, IP-Adressen und drahtlose MAC-Adressen. Diese Daten reichen bereits aus, um eine bestimmte Person zweifelsfrei zu identifizieren einschließlich ihrer privaten Adresse. 

Dank der Fehlkonfiguration eines Dienstes innerhalb der betreffenden Systeme gelang es dem Sicherheitsforscher auf sensible Daten wie E-Mail- und MAC-Adressen zuzugreifen. Damit aber nicht genug. Es gelang Young mit diesen Informationen auch auf Zeitstempel zuzugreifen. Sie enthalten Informationen, wann die Schlösser geöffnet oder geschlossen werden. 

Weitere Tests haben ergeben, dass es für potenzielle Angreifer ein leichtes ist riesige Mengen von Token zu stehlen und freizuschalten, allein auf Basis der MAC-Adresse.

Seit Aufdeckung der Schwachstelle arbeiten Craig Young und Tripwire mit dem Hersteller zusammmen, um das Problem zu beheben und neue Sicherheitskontrollen einzuziehen. 

Die komplette Analyse sollte hier verfügbar sein. 

www.tripwire.com
 


Artikel zu diesem Thema

Bug
Aug 03, 2020

Kostenlose Bug-Bounty-Self-Hosting-Lösung für Hacker

YesWeHack startet mit „Pwning Machine“ eine Docker-basierte Umgebung, die ethischen…

Weitere Artikel

Hacker

IDOR-Schwachstelle gefährdet Einzelhändler und E-Commerce

Hackerone warnt in seinem jüngst veröffentlichten Blogbeitrag vor der wachsenden Bedrohung vieler Unternehmen des Einzelhandels und des E-Commerce durch sogenannte Insecure Direct Object References (oder IDOR).
Hacker

Neue Cyberattacke zielt auf Microsoft Office und Adobe Photoshop Cracks

Bitdefender hat eine neue Bedrohung für Anwender entdeckt, die raubkopierte Versionen von Microsoft Office und Adobe Photoshop CC nutzen.

Deepfakes als kommende Bedrohung: Wie man einen bösen Flaschengeist bezwingt

Nach Ransomware wird der nächste gemeine Flaschengeist der Cyberkriminalität höchstwahrscheinlich die Erstellung von Deepfakes sein: Audio- und Videomaterial, erzeugt mittels künstlicher Intelligenz (KI) in böswilliger Absicht, etwa zu Manipulations- und…
Cyber Attack

Cyberangriffe gegen digitale Identitäten häufen sich

SailPoint Technologies veröffentlichte die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage unter Sicherheits- und IT-Verantwortlichen, die klären sollte, warum auch große, ressourcenstarke Unternehmen weiterhin kompromittiert werden. Dabei trat ein gemeinsamer Nenner…
Ransomware

Ransomware: Immer mehr Unternehmen zahlen Lösegeld

Wer das Lösegeld nach einer Ransomware-Attacke zahlt, erhöht die Attraktivität der Malware für Cyberkriminelle, warnt das Royal United Services Institute (RUSI) in einem aktuellen Report.

Anzeige

Jetzt die smarten News aus der IT-Welt abonnieren! 💌

Mit Klick auf den Button "Zum Newsletter anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.