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Industrie 4.0

Ein neuer Forschungsbericht von Trend Micro Research deckt gravierende Sicherheitslücken bei industriellen Maschinen auf. Anlagen wie Kräne, die mittels Funkfernsteuerungen bedient werden, sind vor potenziellen Angriffen wenig bis gar nicht geschützt. Damit stellen sie ein hohes Sicherheitsrisiko für Betreiber und ihre Mitarbeiter dar.

Trend Micro veröffentlicht einen neuen Forschungsbericht, der inhärente Schwachstellen und neue Sicherheitslücken bei Funkfernsteuerungen beschreibt. Diese wurden von Forschern von Trend Micro entdeckt und im Rahmen der Zero Day Initiative (ZDI) des Unternehmens veröffentlicht. Der Bericht A Security Analysis of Radio Remote Controllers for Industrial Applications zeigt, wie ein Angreifer dauerhaft und aus der Ferne Kontrolle über eine von ihm angegriffene Maschine übernehmen oder deren Fehlfunktion simulieren kann.

Die Ergebnisse des Berichts beziehen sich auf Funkfernsteuerungen, die in Kränen, Bohrern, Bergbaumaschinen und anderen Industriegeräten der sieben am weitesten verbreiteten Hersteller verwendet werden. Diese Art von Geräten ist aufgrund ihrer Vernetzung zu einem großen Sicherheitsrisiko geworden. Lange Lebensdauer, hohe Austauschkosten und umständliche Patching-Prozesse verstärken dieses Problem noch.

„Dieser Forschungsbericht sollte die Betreiber von Industriemaschinen wachrütteln, bei denen Funkfernsteuerungen zum Einsatz kommen“, sagt Udo Schneider, Security Evangelist bei Trend Micro. „Bei der Prüfung der von unseren Forschern entdeckten Schwachstellen haben wir festgestellt, dass wir in der Lage sind, industrielles Gerät in voller Größe zu bewegen, das beispielsweise auf Baustellen, in Fabriken oder in der Logistik zum Einsatz kommt. Dies ist ein klassisches Beispiel dafür, wie neue Sicherheitsrisiken entstehen und gleichzeitig bereits bekannte Angriffsszenarien wiederentdeckt werden, um Anlagen am Schnittpunkt von OT und IT anzugreifen.“

Trend Micro entdeckte drei grundlegende Mängel bei Funkfernsteuerungen: Kein Rolling-Code, schwache oder keine Verschlüsselung und fehlender Softwareschutz. Die Ausnutzung dieser grundlegenden Schwachstellen ermöglicht fünf entfernte und lokale Angriffstypen, die im Bericht beschrieben werden. Um die Forschung einfacher zu gestalten, wurde zudem ein Analysewerkzeug für Funkverbindungen, das sogenannte RFQuack, entwickelt.

Industrielle Betriebstechnik (Operational Technology, OT) ist oftmals aufgrund neu hinzugekommener Vernetzung mit Cyberrisiken konfrontiert. Laut Gartner müssten IoT-Geräte viele Jahre, möglicherweise jahrzehntelang, gesichert werden. Gleichzeitig seien sie sie aber auffindbar oder sogar ungeschützt. Damit besäßen sie ein anderes Sicherheitsprofil als herkömmliche IT-Ressourcen. Angesichts ihrer oftmals wichtigen Rolle für den Betriebsablauf und der Risiken für OT- und IT-Systeme sollten Verantwortliche für Sicherheits- und Risikomanagement die wichtigsten Ressourcen und Systeme ermitteln und deren Schutz priorisieren.

Darüber hinaus empfiehlt Trend Micro den Unternehmen, die Funkfernsteuerungen einsetzen, umfassende Sicherheitsmaßnahmen, einschließlich Software- und Firmware-Patching, sowie die Implementierung standardisierter Protokolle.

Den vollständigen Forschungsbericht von Trend Micro finden Sie hier.

www.trendmicro.com
 

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