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Daten verlierenAnfang des Monats wurde der Software-Anbieter GitLab offenbar Opfer einer DDoS-Attacke, bei der tausende gleichzeitige Nutzeranfragen die Webseite und schließlich auch die Datenbank in die Knie zwingen sollten. 

Doch am Ende entpuppte sich der Hackerangriff als weniger gefährlich als die eigenen Mitarbeiter, denn trotz erfolgreicher Abwehr der Attacke fehlten am Ende fast 300 Gigabyte an Kundendaten. Wie konnte das passieren und was können wir daraus lernen?

GitLAb bietet eine Webanwendung zur Versionsverwaltung von Software-Projekten, die auch von großen Unternehmen wie Sony, Bayer oder Alibaba genutzt wird. Als die Attacke am frühen Morgen begann, reagierten die Mitarbeiter von GitLab sofort und suchten nach einem Weg, die Angreifer abzuwehren. Zunächst waren die Bemühungen nicht von Erfolg gekrönt, denn die Webseite war angesichts der Menge an Anfragen kurzzeitig nicht erreichbar. Doch davon bekamen die Kunden erst einmal nichts mit und arbeiteten ganz normal weiter. Dabei speicherten sie auch, wie immer, die Zwischenstände ihrer Software-Projekte auf den GitLab-Servern – zumindest versuchten sie es, denn während des Absturzes der Seite war ihnen dies nicht möglich.

Bis zu diesem Zeitpunkt hielten sich die Folgen des Angriffs allerdings noch in Grenzen. Das änderte sich, als einer der GitLab-Administratoren einen gut gemeinten Trick anwenden wollte und dabei einen folgenschweren Tippfehler beging. Eine der Hauptattacken konzentrierte sich offenbar auf die leere Datenbank db2. Um diese zu löschen, gab der Administrator den entsprechenden Befehl ein. Im Eifer des Gefechts vertippte er sich jedoch und schrieb statt „db2“ „db1“ – und löschte das Hauptverzeichnis mitsamt den Daten der Kunden. Nach nur einem Klick waren von 300 GB nur noch 4,5 GB vorhanden. Und auch diese nur per Zufall, denn das eigentliche Back-up für diesen Tag war noch nicht durchgeführt worden. Die wiederhergestellten Daten hatte ein Mitarbeiter aus Versehen aufgezeichnet.

Was können wir aus diesem Vorfall lernen? Erstens: Software-as-a-Service- und Cloud-Lösungen sind sicher praktisch. Allerdings sollte man sich bei der Sicherung seiner Daten nicht nur auf externe Speicher verlassen, denn man weiß nie, was dort alles passieren kann. Zweitens: Selbst wenn man alles richtig macht, können die Folgen eines Hackerangriffs gravierend sein. Daher sollte man so oft wie möglich die Daten in einem Back-up zwischenspeichern, damit im Fall der Fälle so wenig wie möglich verloren geht. Und drittens: Auch Administratoren sind nur Menschen und können Fehler machen. Wichtig ist es, aus diesen zu lernen.

GitLab zeigt hier Größe durch seinen offenen Umgang mit dem Fall und dem Versprechen, alle Vorgänge genau aufzuarbeiten, um sie in Zukunft vermeiden zu können.

www.8com.de

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