Virtual Private Network

VPN – was steckt dahinter, wer braucht es und was bringt es wirklich?

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Quelle: Stefan Coders/Pixabay

Ehrlich gesagt denken die wenigsten beim täglichen Surfen groß über Datensicherheit nach. Warum auch – das Internet funktioniert, alles ist schnell erreichbar, und Probleme haben ja immer nur die anderen. Bis es einen selbst trifft.

Gehackte Accounts, abgefangene Passwörter, Identitätsdiebstahl – das sind keine Szenarien aus Technik-Thrillern, sondern Dinge, die regelmäßig passieren. Oft unbemerkt, oft mit unangenehmen Folgen. Wer sich damit noch nicht beschäftigt hat, sollte spätestens jetzt einen Blick auf VPNs werfen – also virtuelle private Netzwerke. Was leisten die eigentlich, und braucht man sowas wirklich?

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Von PPTP zu WireGuard: Die Evolution der VPN-Technologie

Die Idee hinter VPNs ist älter als man vermuten würde – sie stammt aus den 90ern. Microsoft entwickelte damals eine Möglichkeit, damit Mitarbeiter auch außerhalb des Büros sicher auf Firmendaten zugreifen konnten. Das zugrundeliegende Protokoll nannte sich PPTP. Technisch gesehen funktioniert das Ganze nach einem simplen aber cleveren Prinzip: Statt die Daten offen durchs Internet zu schicken, werden sie durch einen verschlüsselten Tunnel geleitet. Niemand kann von außen reinschauen – keine Mitbenutzer im selben Netzwerk, kein Internetanbieter, niemand. Wer das selbst mal testen möchte, findet hier einen in Deutschland sehr populären Anbieter: CyberGhost Download Windows.

Seitdem hat sich technisch natürlich einiges getan – PPTP gilt heute als veraltet und unsicher. Modernere Protokolle haben es abgelöst: OpenVPN zum Beispiel, das sich über Jahre hinweg als zuverlässiger Standard etabliert hat. Oder WireGuard, das vergleichsweise neu ist, aber durch seinen schlanken Code und die hohe Geschwindigkeit schnell Anklang gefunden hat. IKEv2/IPsec wiederum wird oft auf mobilen Geräten eingesetzt, weil es stabile Verbindungen auch bei Netzwechseln hält. Kurzum: Die Auswahl an Protokollen ist heute deutlich breiter – und sicherer. Und die Nutzergruppe hat sich verändert. VPNs sind längst nicht mehr nur ein Werkzeug für IT-Abteilungen. Immer mehr Privatpersonen setzen sie ein, ganz ohne technischen Hintergrund.

Die häufigsten Gründe dafür:

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  • Firmenzugang / Homeoffice: Seit Homeoffice für viele Arbeitnehmer zum festen Bestandteil des Arbeitsalltags geworden ist, spielt dieser Punkt eine größere Rolle denn je. Der Zugriff auf interne Systeme von zuhause aus sollte grundsätzlich verschlüsselt erfolgen – schon aus dem einfachen Grund, dass Firmendaten schlicht nichts in einem ungesicherten Netzwerk verloren haben.
  • Nutzung öffentlicher WLANs: Gratis-WLAN im Café, am Bahnhof oder im Hotel – bequem, keine Frage. Was viele dabei vergessen: Solche Netzwerke sind meist völlig offen. Wer sich dort einloggt und gleichzeitig Online-Banking macht oder seine E-Mails checkt, gibt technisch versierten Mitnutzern unter Umständen die Möglichkeit, mitzulesen. Das klingt übertrieben, lässt sich aber mit frei verfügbaren Tools erschreckend einfach umsetzen. Ein VPN verschlüsselt die Verbindung und macht genau das zunichte.
  • Sichere Verbindung für sensible Onlinedienste: Bei Finanzthemen – also Onlinebanking, Zahlungsdiensten oder Börsenplattformen – sind die Daten besonders schützenswert. Ein VPN ist hier kein Allheilmittel, aber eine sinnvolle zusätzliche Schutzmaßnahme, die den Aufwand kaum erhöht.
  • Allgemeiner Schutz der Privatsphäre / Anonymisierung: Nicht jeder, der ein VPN nutzt, hat etwas zu verbergen. Viele wollen schlicht nicht, dass ihr komplettes Surfverhalten protokolliert, ausgewertet oder weiterverkauft wird. Ein VPN hilft dabei, möglichst wenig Spuren beim Surfen zu hinterlassen – und das ist ein legitimes Anliegen.

Worauf sollte man bei der Auswahl eines VPN achten?

Die Anbieter gibt es wie Sand am Meer – von komplett kostenlos bis hin zu mehreren Euro im Monat. Kostenlose Varianten klingen verlockend, haben aber meistens einen Haken: eingeschränkte Serverauswahl, gedrosselte Geschwindigkeit oder, im schlimmsten Fall, Datenschutzbedingungen, bei denen man lieber nicht zu genau hinschaut. Wer wirklich auf Nummer sicher gehen will, sollte eher auf einen bezahlten Dienst setzen. Bei der Auswahl lohnt sich ein Vergleich – nicht nur beim Preis, sondern auch bei Kriterien wie Serverstandorte, Datenschutzrichtlinien, Gerätekompatibilität und Kundensupport. Da viele Anbieter kostenlose Testzeiträume anbieten, muss man sich ohnehin nicht sofort festlegen.

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