Mozilla schließt 58 Sicherheitslücken in Firefox 154, während Google ein wichtiges Update für Chrome 151 ausrollt. Mehrere Schwachstellen wurden als kritisch eingestuft.
Mozilla hat die Version Firefox 154 für den stabilen Veröffentlichungskanal freigegeben. Das Update behebt insgesamt 58 Sicherheitslücken (CVEs), von denen 20 als hochriskant eingestuft werden. Etwa die Hälfte dieser schwerwiegenden Fehler betrifft die Speichersicherheit, was Angreifern das Einschleusen und Ausführen von schädlichem Code ermöglichen könnte.
Zu den behobenen High-Severity-Schwachstellen zählen unter anderem:
- Sechs Use-After-Free-Fehler: Ermöglichten potenziellen Speicherzugriff nach der Freigabe.
- Sechs Lücken zur Privilegienerweiterung: Angreifer konnten erweiterte Rechte auf dem Zielsystem erlangen.
- Weitere Schwachstellen: Je ein Fehler in den Bereichen Sandbox-Escape, Site Isolation und Umgehung von Schutzmechanismen sowie zwei Lecks zur Offenlegung vertraulicher Informationen.
Parallel stellt Mozilla die E-Mail-Anwendung Thunderbird 154 bereit, die 55 Sicherheitsdefekte behebt. Auch die Langzeitunterstützungsversionen Firefox ESR 115.39, ESR 140.14 und ESR 153.1 sowie entsprechende Thunderbird-ESR-Pendants erhielten die Sicherheitskorrekturen.
Schwachstellen: Kritische Pufferüberläufe in Google Chrome behoben
Google veröffentlichte zeitgleich ein Update für Chrome 151, das 15 Sicherheitslücken schließt. Zwei davon stufte der Konzern als kritisch ein: Es handelt sich um Pufferüberläufe (Buffer Overflows) in der Grafik-Schnittstelle WebGL sowie in der Grafik-Bibliothek Dawn.
Die verbleibenden 13 Lücken weisen ein hohes Risikoniveau auf. Sie umfassen unter anderem Fehler bei der Typumwandlung (Type Confusion), Race Conditions, Use-After-Free-Defekte und unzureichende Speicherinitialisierungen.
Laut Google wurden 11 dieser Schwachstellen intern entdeckt, während vier von externen Sicherheitsforschern gemeldet wurden. Das Update wird schrittweise ausgerollt und bringt Chrome auf die Versionen 151.0.7922.169/.170 für Windows und macOS sowie auf 151.0.7922.169 für Linux. Nutzer beider Browser wird eine zeitnahe Aktualisierung empfohlen.
(red)