Risiken in Geldbeträgen

Gartner: Drei Ansätze für bessere Risikoberichte

Risikoberichte sind laut Gartner oft zu repetitiv, zu langsam und zu subjektiv. Abhilfe sollen KI-Analysen, schnellere Updates und Quantifizierung schaffen.

Gartner: Drei Ansätze für bessere Risikoberichte

Teams im unternehmensweiten Risikomanagement (Enterprise Risk Management, ERM) sollten ihre Risikoberichte in drei Bereichen weiterentwickeln. Das empfiehlt das Marktforschungsunternehmen Gartner. Vorgestellt hat die Empfehlungen Elliott Long, Director Analyst bei Gartner, am 29. September auf der Gartner Enterprise Risk, Audit & Compliance Conference in London.

„Risikoberichte sind oft zu repetitiv, zu langsam oder zu subjektiv, um Entscheidungen zu unterstützen.“

Elliott Long, Director Analyst bei Gartner

Es gebe mehr Risiken, und sie entwickelten sich schneller als je zuvor.

KI für neue Erkenntnisse

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Nach Ansicht von Gartner sollten ERM-Teams KI nicht nur nutzen, um Berichte zu straffen und Daten zu visualisieren. Sie sollten damit auch Trends erkennen, Abhängigkeiten zwischen Risiken aufdecken und mögliche Gegenmaßnahmen vorschlagen lassen. Als Beispiel nannte Long ein Unternehmen, das mit KI 100.000 Datensätze in 20 Sekunden analysierte. Daraus gewann es neue Erkenntnisse zu Betrugsfällen und zur Wirksamkeit zentraler Kontrollen, die in die Risikoberichte einflossen.

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Aktuellere Informationen

Quartalsberichte bleiben laut Gartner wichtig, liefern aber zu spät Informationen, wenn sich die Risikolage zwischen zwei Ausschusssitzungen ändert. ERM-Teams sollten Risikoindikatoren deshalb mit Daten zur Geschäftsentwicklung verknüpfen, damit sichtbar wird, wie sich veränderte Risiken auf den Betrieb auswirken. Schon einfache Schritte wie das Festlegen von Auslöseereignissen und den dazugehörigen Maßnahmen könnten helfen, von rückblickenden Berichten zu vorausschauenden Risikoeinschätzungen zu kommen.

Risiken in Geldbeträgen

Werden ausgewählte Risiken in Geldbeträgen ausgedrückt, können Führungskräfte Risiken besser vergleichen, Investitionen in Gegenmaßnahmen bewerten und strategische Entscheidungen treffen. Um Skepsis bei Beteiligten zu begegnen, empfiehlt Long, mit einem kleinen Pilotprojekt zu beginnen. Es sollte sich auf ein einzelnes Risiko oder eine Geschäftsentscheidung konzentrieren, zu der gute Daten vorliegen.

Ziel ist laut Gartner nicht, alle Elemente der Risikoberichterstattung gleichzeitig umzubauen. ERM-Verantwortliche sollten mit einer praktischen Verbesserung beginnen und die Berichte schrittweise weiterentwickeln.

(red)

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