Stephan Schweizer verantwortet als Chief Executive Officer der Nevis Security AG, einem Spin-off der AdNovum Informatik AG, den strategischen Geschäftsaufbau der Nevis Security Suite auf dem internationalen Markt.
Mit der European Digital Identity Wallet (EUDI Wallet) entsteht die Grundlage für ein europaweites digitales Identitätsökosystem. Bürger sollen künftig digitale Nachweise sicher speichern, verwalten und organisationsübergreifend nutzen können. Die politische Richtung ist vorgegeben. Ob die Wallet Akzeptanz findet, entscheidet sich weniger regulatorisch als technisch.
Reibungslose Logins sind ein zentrales Ziel moderner Authentifizierung. Nutzer erwarten nahtlose Anmeldeprozesse, während automatisierte Angriffe, Credential-Stuffing und betrugsgetriebene Zugriffsmuster zunehmen. Viele Systeme setzen deshalb auf „Frictionless Security“, bei der Sicherheitsprüfungen im Hintergrund erfolgen.
Reibungslose Logins gelten als Ziel moderner Authentifizierung. Je stärker Sicherheitsmechanismen in den Hintergrund verlagert werden, desto weniger flexibel reagieren Systeme auf veränderte Risikosituationen.
Eine wachsende Zahl digitaler Identitäten prägt heute die Unternehmens-IT. Klassische Perimetersicherheit stößt dabei an ihre Grenzen, weil Zugriffe zunehmend standort- und systemübergreifend erfolgen.
Fragmentierte IAM-, CIAM- und Partner-IAM-Landschaften werden für viele Unternehmen zum Risiko. Identity Fabric verbindet bestehende Systeme über eine zentrale Steuerungsebene und stärkt so Governance, Zero Trust und digitale Souveränität.
Unbekannt, aber mächtig: NHIs im Schatten der Systeme
Non-Human Identities (NHIs) machen längst den Großteil aller digitalen Identitäten aus – und agieren unbeobachtet im Hintergrund. Sie steuern kritische Prozesse, greifen auf sensible Daten zu und verfügen über weitreichende Rechte. Doch in vielen Unternehmen fehlen Sichtbarkeit, Kontrolle und passende Sicherheitsstrategien. Wer NHIs unterschätzt, riskiert gravierende Lücken in der
Die Zeiten, in denen Schutzkonzepte an der Netzwerkgrenze endeten, sind vorbei. Heute entscheidet die Identität über Vertrauen, Zugriff und Kontrolle. Systeme müssen erkennen, wer sich verbindet und welche Handlung legitim ist.
Wer digitale Eigenständigkeit sichern möchte, benötigt mehr als technische Zugriffskontrollen. Digitale Souveränität bedeutet eine klare Steuerbarkeit von Systemen, Datenflüssen und Identitäten. Identity and Access Management bildet dabei das strategische Fundament sicherer IT-Architekturen.
Die Grundidee von Zero Trust ist einfach: Kein Zugriff wird als sicher vorausgesetzt. Doch in der Praxis zeigt sich, dass gerade diese Einfachheit zu Missverständnissen führt. Viele Unternehmen setzen auf Einzelmaßnahmen und verlieren dabei das strategische Gesamtbild aus dem Blick. Fünf Irrtümer zeigen, worauf es bei der praktischen Umsetzung
Ein gestohlenes Passwort kann ausreichen, um eine Ransomware-Attacke ins Rollen zu bringen. Digitale Identitäten sind für Cyberkriminelle längst wertvolle Beute.
Cloud, Remote Work und SaaS haben klassische Sicherheitsmauern überholt. Zero Trust rückt Identitäten ins Zentrum und setzt auf lückenlose Kontrolle statt blindem Vertrauen. So minimieren Unternehmen Cyberrisiken und erfüllen zugleich moderne Compliance-Anforderungen.
Die Digitalisierung des Bankwesens schreitet unaufhaltsam voran, doch mit ihr wachsen auch die Risiken. Finanzinstitute sehen sich zunehmend komplexen Cyberbedrohungen wie Account Takeover, Phishing und Credential-Stuffing ausgesetzt.