Bereits gepatchte Schwachstelle veröffentlicht

Exploit „HardBreacher“ für Kaspersky Endpoint Security veröffentlicht

Kaspersky
Bildquelle: Robert Way / Shutterstock.com

Der unter dem Namen Nightmare Eclipse auftretende Sicherheitsforscher hat einen Zero-Day-Exploit in Kaspersky Endpoint Security veröffentlicht.

Nightmare Eclipse hatte in den vergangenen Monaten bereits mehrere Machbarkeitsnachweise für Sicherheitslücken veröffentlicht, überwiegend in Windows sowie Microsoft Defender, nachdem der Forscher zunehmend frustriert über Microsofts Umgang mit gemeldeten Schwachstellen war. Ein Teil dieser Exploits blieb bislang im Stadium eines reinen Machbarkeitsnachweises, einige wurden jedoch tatsächlich von böswilligen Akteuren in freier Wildbahn ausgenutzt.

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Am vergangenen Wochenende veröffentlichte der Forscher nun einen als HardBreacher bezeichneten Exploit, der eine Rechteausweitungsschwachstelle in Kaspersky Endpoint Security ausnutzt. Der Forscher beschrieb den Zustand des veröffentlichten Codes selbst als eher provisorisch. Der Machbarkeitsnachweis sei alles andere als in bestem Zustand, im Grunde nur notdürftig zusammengeflickt, es sei ihm lediglich gelungen, ihn überhaupt zum Laufen zu bringen. Interessant sei laut dem Forscher vor allem, dass Kaspersky vollständig die Kontrolle verliere, sobald ein Angreifer die Kontrolle über den zugehörigen Oberflächen-Prozess übernehme. Dadurch lasse sich die Software vollständig zum Stillstand bringen sowie gezielt Zugriff auf eigentlich gesperrte Dateien gewähren oder verweigern, gelinge der Angriff vollständig, gerate das gesamte Betriebssystem völlig durcheinander.

Kaspersky verweist auf bereits verteilten Patch

Auf Anfrage von SecurityWeek erklärte Kaspersky, das zugrunde liegende Problem sei bereits behoben. Der entsprechende Fix werde über ein automatisches Update ausgeliefert, alternativ könnten Nutzer auch manuell eine Aktualisierung der Datenbank auslösen.

Zu den zuletzt von Nightmare Eclipse veröffentlichten weiteren Exploits zählen ShieldBreak, mit dem sich eine Shell mit Systemrechten starten lässt, sowie LegacyHive, das ebenfalls eine Rechteausweitung unter Windows ermöglicht.

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(red)

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