Exklusiv-Auskunft der EKD: Warum es keinen zentralen Datenspeicher gibt und wie 20 Landeskirchen ihre IT-Sicherheit lokal gegen Cyber-Angriffe wappnen.
In der Welt der Cybersicherheit galt lange die Annahme, dass kriminelle Gruppierungen vor karitativen oder religiösen Einrichtungen zurückschrecken würden. Diese Einschätzung hat sich als falsch erwiesen. Cyberkriminelle wählen ihre Ziele nach der Verwundbarkeit der Systeme und der Sensibilität der Daten aus. Kirchen sind hierbei ein lohnendes Ziel, da sie Informationen über soziale Notlagen, vertrauliche Seelsorgegespräche und kirchenrechtliche Verfahren verwalten. Ein Abfluss dieser Daten würde das Vertrauensverhältnis zwischen Kirche und Mitgliedern nachhaltig beschädigen.
Struktur als Sicherheitsfaktor: Keine zentrale Angriffsfläche
Ein wesentliches Merkmal der evangelischen Kirche in Deutschland ist ihre dezentrale Organisation. Während dies in Verwaltungsfragen oft als zeitaufwendig gilt, erweist es sich im Bereich der IT-Sicherheit als strategisches Schutzschild. Da keine einheitliche Datenbank existiert, gibt es für Hacker auch keinen zentralen Punkt, an dem alle Informationen gleichzeitig erbeutet werden könnten.
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