Cyberabwehr wird zur Daueraufgabe

Cyberabwehr beginnt bei der Netzwerkinfrastruktur

Cyberabwehr, Security

Unternehmen stehen bei der Absicherung ihrer IT-Infrastrukturen zunehmend unter Druck. Cyberangriffe werden komplexer, automatisierter und durch künstliche Intelligenz immer effizienter.

Gleichzeitig wachsen moderne Netzwerke durch Cloud-Dienste, mobile Arbeitsplätze und verteilte Anwendungen stetig weiter. Der Technologiedienstleister NTT DATA sieht deshalb einen grundlegenden Wandel bei Sicherheitsstrategien als notwendig an.

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Nach Einschätzung des Unternehmens reichen traditionelle Schutzkonzepte mit klar definierten Netzwerkgrenzen heute nicht mehr aus. Stattdessen müsse Sicherheit direkt in die Netzwerkarchitektur integriert werden.

Netzwerke werden zum zentralen Sicherheitsfaktor

Früher konzentrierte sich Cybersicherheit häufig auf den Schutz des äußeren Netzwerkzugangs. Doch durch Cloud-Plattformen, Homeoffice und mobile Geräte verschwimmen diese Grenzen zunehmend.

Dadurch verändert sich auch die Rolle des Netzwerks selbst. Es wird nicht mehr nur als technische Infrastruktur betrachtet, sondern als zentrale Verteidigungsebene gegen digitale Angriffe. Ziel ist es, Sicherheitsmechanismen direkt innerhalb der Netzwerktechnik zu verankern, anstatt immer neue isolierte Schutzlösungen hinzuzufügen.

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Sicherheit soll bereits in der Infrastruktur beginnen

Ein wichtiger Bestandteil moderner Sicherheitskonzepte ist laut NTT DATA die Nutzung integrierter Sicherheitsfunktionen bestehender Systeme. Unternehmen sollen ihre Netzwerke so gestalten, dass unnötige Dienste deaktiviert, Zugänge klar getrennt und sämtliche Datenübertragungen verschlüsselt werden.

Dabei gewinnt auch die Auswahl der Technologiepartner an Bedeutung. Hersteller sollen Sicherheits- und Governance-Anforderungen bereits in ihre Produkte integrieren, damit Schutzmechanismen nicht erst nachträglich ergänzt werden müssen.

Besonders wichtig wird das sogenannte Zero-Trust-Prinzip. Dahinter steckt die Idee, keinem Gerät, Nutzer oder Dienst automatisch zu vertrauen – selbst dann nicht, wenn sich diese innerhalb des Unternehmensnetzwerks befinden.

Statt pauschaler Zugriffsrechte werden Identitäten und Berechtigungen kontinuierlich überprüft. Zusätzlich sollen Netzwerksegmente verhindern, dass sich Angreifer innerhalb der Infrastruktur ungehindert bewegen können.

Durch diese Aufteilung lassen sich mögliche Schäden begrenzen, selbst wenn einzelne Systeme kompromittiert werden.

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Cloud-Sicherheit wird zum Standard

Da Daten und Anwendungen heute häufig außerhalb klassischer Unternehmensstandorte genutzt werden, verlagern sich auch Sicherheitsmechanismen zunehmend in die Cloud.

NTT DATA empfiehlt dafür den Einsatz sogenannter Secure-Service-Edge-Technologien. Diese ermöglichen es, Sicherheitsrichtlinien unabhängig vom Standort einheitlich umzusetzen – egal ob im Büro, im Homeoffice oder an mobilen Arbeitsplätzen.

Besonders in Multi-Cloud-Umgebungen soll dadurch mehr Transparenz und Kontrolle entstehen.

Datenanalyse und KI sollen Angriffe schneller erkennen

Moderne Netzwerke erzeugen enorme Mengen an Telemetrie- und Protokolldaten. Mithilfe sogenannter Observability-Lösungen können diese Informationen analysiert und zur Erkennung von Sicherheitsproblemen genutzt werden.

Zusätzlich gewinnt künstliche Intelligenz im Netzwerkbetrieb an Bedeutung. Mit sogenannten AIOps-Ansätzen lassen sich Abläufe automatisieren, Störungen frühzeitig erkennen und Fehler schneller beheben.

Dadurch sollen Unternehmen nicht nur effizienter arbeiten, sondern auch schneller auf Bedrohungen reagieren können. Automatisierte Prozesse können die Bearbeitungszeiten deutlich reduzieren und den manuellen Aufwand senken.

Christian Koch von NTT DATA DACH betont, dass sich die aktuelle Bedrohungslage nicht vollständig kontrollieren lasse. Entscheidend sei deshalb, wie widerstandsfähig Unternehmen ihre Infrastruktur gestalten.

Neben technischer Absicherung gehören dazu auch Governance-Regeln, Mitarbeiterschulungen sowie klar definierte Prozesse für den Umgang mit Sicherheitsvorfällen. Moderne Netzwerksicherheit entwickelt sich damit zunehmend zu einem ganzheitlichen Konzept, das weit über klassische Firewalls hinausgeht.

Pauline Dornig

Pauline

Dornig

Online-Redakteurin

IT Verlag GmbH

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