Anzeige

Risikomanagement

COVID-19 treibt die Transformation bei Banken in Bezug auf ihr Risikomanagement stärker an als regulatorische Vorgaben. Das zeigt eine globale Studie von Longitude und SAS. Besonderes Augenmerk legt die Befragung auf die Flexibilität von Banken bei der Anpassung ihres Risikomanagements an neue Herausforderungen.

Die wichtigsten Studienergebnisse

Modernisierung als Top-Priorität: 54 Prozent geben an, dass sie in den nächsten zwei Jahren eine Erneuerung ihrer Risikomodellierung planen. 52 Prozent geben an, dass die Pandemie ihre Modernisierungspläne beschleunigt habe.

Automatisierung im Rückstand: Lediglich 10 Prozent der Banken haben ihr Risikomanagement bereits weitestgehend automatisiert. Und ein noch geringerer Anteil (6 Prozent) hat große Teile seiner Prozesse zur Risikomodellierung vollständig automatisiert. Dieser Mangel an Automatisierung schränkt die Finanzinstitute bei der Vorhersage von Trends oder bei der Verbesserung ihrer Entscheidungsfindung in sämtlichen Geschäftsbereichen ein.

Maximale Investition in Cloud und Analytics: In den kommenden zwölf Monaten wollen die Befragten vor allem in Cloud-Bereitstellung (67 Prozent) und Datenanalysetools (59 Prozent) investieren.

Erfolgsformel der Risk Management Leaders

Auf Basis der Studiendaten hat Longitude eine Untergruppe der Umfrageteilnehmer identifiziert: 20 Prozent haben einen höheren Reifegrad im Risikomanagement als der Rest der untersuchten Gruppe. Diese „Risk Management Leaders“ zeichnen sich dadurch aus, dass sie häufiger Risikomodelle automatisiert erstellen und fortschrittlicheres Risikomanagement nutzen, beispielsweise in Form von Szenarioanalysen, integriertem Bilanzmanagement oder Modeling-as-a-Service.

Gleichzeitig belegt die Studie, dass diese Vorreiter bereits langfristige Vorteile aus ihren Investitionen in die Risikotechnologie ziehen. Sie sind unter anderem in der Lage, Vorhersagen weiter im Voraus zu treffen und Stresstests schneller durchzuführen. Verglichen mit den anderen Befragten melden sie eine bessere Performance in mehreren operativen Kernbereichen.

  • Vorsprung durch automatisierte Risikomodellierung: 73 Prozent sehen in ihrem Prozess zur Risikomodellierung einen Wettbewerbsvorteil, in der Gesamtgruppe geben dies lediglich 47 Prozent an.
     
  • Präzisere Geschäftsplanung: 37 Prozent schätzen die Genauigkeit ihrer Bilanzvorhersagen und Gewinn-/Verlustprognosen als sehr hoch ein (gegenüber 14 Prozent der gesamten Stichprobe).
     
  • Längerfristige Prognosen: 44 Prozent (gegenüber 19 Prozent) sind in der Lage, Bilanzprognosen für mindestens drei Jahre im Voraus zu erstellen.
     
  • Stärkere Integration von Risikomanagement und Geschäftsplanung: 78 Prozent (gegenüber 45 Prozent) geben an, dass ihre Bank bereits regulatorische Stresstests in die Geschäftsplanung eingebunden hat.

Befragt wurden für die Erhebung From Crisis to Opportunity: Redefining Risk Management 300 Senior Executives bei Banken in 24 Ländern. Ergänzend zu den erhobenen Daten enthält die Studie umfangreiche Interviews mit den Chief Risk Officers (CROs) von fünf großen multinationalen Banken, darunter Wells Fargo und Société Générale.

Über die Studie:

Die Ergebnisse der Studie wurden in dem Vortrag „Spotlight on Risk, Fraud and Financial Crime: Challenges and Trends“ auf dem diesjährigen SAS Global Forum vorgestellt, der noch bis 25. Juni abrufbar ist.

www.sas.com/de
 


Artikel zu diesem Thema

Banking
Jun 08, 2021

Die erfolgreiche Transformation einer Bank ist keine Frage des Geldes

Für acht von zehn Branchenexperten ist eine moderne Bank-IT der entscheidende Faktor, ob…
Digitalisierung der Finanzbranche
Apr 11, 2021

Datenvirtualisierung befeuert die Digitalisierung der Finanzbranche

2020 hat gezeigt: Die Zukunft ist digital. Dabei sind zunehmend Daten die Treiber der…
Risikomanagement Treppe
Jan 31, 2020

Schritt für Schritt zum Risikomanagement

Leben ohne Risiko gibt es nicht, weder im privaten Umfeld noch im Geschäftsleben.…

Weitere Artikel

Spyware

Pegasus-Projekt: Wie kann man sich gegen die Spyware schützen?

Hunderte Journalist:innen und Oppositionelle sind Opfer der israelischen Spyware Pegasus geworden. Die Software kann unbemerkt auf die Smartphones der Zielpersonen installiert werden – mit verheerenden Folgen.
Cyber Security

Cybersecurity aktuell: Was wir heute von gestern für morgen lernen können

Der enorme Anstieg von Ransomware-Angriffen zeigt einmal mehr, wie verwundbar noch viele IT-Systeme in Unternehmen sind. Bis heute treffen zahlreiche Firmen nicht die richtigen Maßnahmen, um sich vor Cyberkriminellen effektiv zu schützen.
IT Sicherheit

Schwerwiegende Sicherheitslücke in Druckern von HP, Xerox und Samsung

Die Sicherheitsforscher von SentinelLabs, der Research-Einheit von SentinelOne, haben einen seit sechzehn Jahren bestehenden schwerwiegenden Fehler in HP-, Xerox- und Samsung-Druckertreibern entdeckt und dazu einen Forschungsbericht veröffentlicht.
Cybersecurity

So gestaltet sich mehrstufiger IT-Schutz

Arbeitet man in einem kleinen Unternehmen wird eine wichtige Sache oft vergessen: Computersicherheit. Da der Fokus mehr darauf liegt, Aufträge zu bekommen und zu erfüllen, rückt das Thema IT-Schutz eher in den Hintergrund.
Insider-Threats

Insider-Threats durch übermäßige Berechtigungen

Das Knacken des Codes, das Besiegen eines Endgegners oder das Entdecken eines verlorenen Schlüssels – all das sind Möglichkeiten, in Videospielen aufzusteigen.

Anzeige

Jetzt die smarten News aus der IT-Welt abonnieren! 💌

Mit Klick auf den Button "Zum Newsletter anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.