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Gerätewartung

Sicherheitslücken, geringere Leistungsfähigkeit, stundenlange Wartezeiten bei Serverupdates bis hin zum kompletten Ausfall – das passiert, wenn Sie Ihre Systeme nicht auf dem neuesten Stand halten und Aktualisierungen auf die lange Bank schieben.

Auf was Sie achten müssen, damit Ihre IT langfristig stabil läuft, zeigen wir Ihnen hier.

1. Sicherheitslücken durch Updates rechtzeitig schließen

Einmal sichere IT, immer sichere IT? Das ist mitnichten so: Besonders bei Servern, Firewalls, Access-Points und Lizenzen sollten Sie im Blick behalten, ob diese auf dem neuesten Stand sind. Hersteller stellen regelmäßig neue Updates und Patches zur Verfügung, zum Beispiel um Sicherheitslücken zu schließen. Geschieht das nicht, kann schnell ein Sicherheitsrisiko entstehen. So zum Beispiel im Fall des MS Exchange Servers, bei dem in den vergangenen Monaten zweimal große Sicherheitslücken bekannt geworden sind, durch die mehrere zehntausende E-Mail-Server gehackt wurden. Im schlimmsten Fall übernehmen Cyberkriminelle das System, verschlüsseln die Daten und erpressen damit anschließend das Unternehmen. Damit Updates nicht versäumt werden, können Sie sich bei einer größeren IT-Infrastruktur auch helfen lassen: Automatische Softwares für die IT-Dokumentation stellen übersichtlich dar, auf welchem Stand sich die einzelnen Programme und Systeme befinden und wann sie das letzte Mal aktualisiert worden sind. 

Darüber hinaus ist wichtig: Zwar hat nicht jede versäumte Aktualisierung verheerende Auswirkungen. Wurde jedoch bei bestimmten Anwendungen länger kein Update eingespielt, sollten sie darauf achten, dass die eigene Version nicht zu stark von der neuesten Version abweicht. Denn sonst kann das zu Kompatibilitätsproblemen führen. In diesem Fall ist es besser, erst einmal ein „Zwischen-Update“ zu installieren.

 2. Lange Wartezeiten durch verschobene Updates vermeiden

„Oh nein, nicht jetzt!“ Oft melden sich automatische Updates, wenn es gerade völlig unpassend ist. Doch werden diese immer wieder verschoben, kann schließlich auch ohne Cyberattacke temporär das System lahm gelegt werden. Denn je mehr sich ansammelt, desto größer ist die Gefahr, dass die Installation der Updates mehrere Stunden in Anspruch nehmen kann. Besonders gravierend ist das bei Servern: In der Regel ist hier der automatische Neustart plus Update-Installation ausgeschaltet, damit der Server sich nicht einfach im laufenden Betrieb herunterfährt und Daten verloren gehen. So wird die wichtige Aktualisierung häufig vergessen. Kommt es dann zum Neustart, wird ein Update-Marathon gestartet, bei dem stundenlang niemand mehr auf relevante Daten zurückgreifen kann, sodass normales Arbeiten unmöglich wird. Daher gilt auch hier: regelmäßig einen Server-Neustart zu Randarbeitszeiten einplanen und bei den Mitarbeitern ankündigen, denn nur so kann zum einen die Sicherheit und die Funktionalität bewahrt sowie längere Betriebsunterbrechungen und Datenverluste vermieden werden.

 3. Geringere Leistungsfähigkeit des Systems verhindern

Neben dem Schließen von Sicherheitslücken führen die meisten Updates auch zu Systemverbesserungen, denn kleine Unstimmigkeiten werden behoben; alte Programmierfehler werden ausgebessert oder neue Funktionen hinzugefügt. Lesen Sie daher am besten vorab in den Patch Notes nach, welche wichtigen Änderungen und Neuerungen das Update zur Verfügung stellt.

 4. Mehr Sicherheit durch Verlängerung des Herstellersupports 

Beim Kauf von Hard- oder Software wird – je nach Produkt –  häufig ein Vertrag über die Support-Laufzeit abgeschlossen; standardmäßig von einem, drei oder fünf Jahren. Ist dieser Zeitraum abgelaufen, ist der Hersteller nicht mehr zu Supportleistungen verpflichtet. Dies kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass Sie bei Problemen mit dem Gerät keine Hilfeleistungen mehr erhalten, hohe Bearbeitungskosten für die Unterstützung zahlen müssen oder das Produkt komplett ausgetauscht werden muss. Daher lohnt es sich, insbesondere bei größeren Anschaffungen rechtzeitig über eine Supportverlängerung nachzudenken. Im Fall von Software kann auch ein Upgrade sinnvoll sein, das in den meisten Fällen eine Verlängerung des Supports beinhaltet.

5. Regelmäßiger Gerätecheck

Mindestens einmal im Jahr sollten Sie einen Gerätecheck durch Ihre eigenen ITler oder einen IT-Dienstleister durchführen. Hierbei sollte die Hardware auf ihre Funktionalität geprüft und nach möglichen Schäden untersucht werden. Bei der Hardware kann es leicht zu Leistungseinbußen bis hin zu Geräteausfall kommen, zum Beispiel durch Verschmutzungen. Geräte mit Lüfter beispielsweise ziehen Staub ins Gehäuse, der sich dort mit der Zeit ablagert und die Luftzirkulation stört. Das Ergebnis: Die verbauten Komponenten erhitzen sich im Betrieb zunehmend, das Gerät wird lauter und seine Kühlfähigkeit nimmt ab, was schließlich zum Ausfall führen kann.

Kurzum: Wer sicherstellen will, dass es zu keinerlei Ausfällen durch Sicherheitslücken oder schadhafte Gerätekomponenten kommt, muss sowohl Hardware als auch Software regelmäßig auf Schäden überprüfen bzw. Aktualisierungen vornehmen. Hierbei ist professioneller technischer Support in der Regel unerlässlich. Nur auf diese Weise werden Fehler rechtzeitig erkannt und behoben.

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